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Hitzeschutz in Berliner Wohnungen: Was gegen aufgeheizte Räume wirklich hilft

Der Sommer hat uns in diesem Jahr schon einiges abverlangt und vielerorts für Temperaturen weit über 30 Grad gesorgt. Während Freibäder und Badeseen gut besucht sind, wird die Hitze in den eigenen vier Wänden schnell zur Belastung. Vor allem in Berliner Dachgeschosswohnungen oder Räumen mit großen Fensterflächen staut sich die Wärme oft bis in die Abendstunden.
Text: tipBerlin Redaktion
Veröffentlicht am: 17.07.2026
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Foto: butfirstcaphesuada / Pexels 

Viele greifen dann zu Ventilatoren oder mobilen Klimageräten. Das kann zwar kurzfristig für etwas Abkühlung sorgen, verhindert aber nicht, dass sich die Wohnung tagsüber immer weiter aufheizt. Wer die Raumtemperatur dauerhaft senken möchte, muss deshalb früher ansetzen und verhindern, dass die Sonnenwärme überhaupt erst ins Innere gelangt.

Fenster sind die größte Wärmequelle im Sommer

Wer seine Wohnung im Sommer möglichst kühl halten möchte, sollte zuerst einen Blick auf die Fenster werfen. Vor allem große Fensterflächen, Südausrichtungen oder Dachfenster lassen viel Sonnenenergie ins Innere. Die Luft im Raum erwärmt sich dadurch immer weiter und oft dauert es bis spät in die Nacht, bis die Temperaturen wieder sinken.

Aus diesem Grund empfehlen viele Experten, Fenster tagsüber geschlossen zu halten und Rollläden oder Außenjalousien möglichst früh herunterzulassen. So wird ein großer Teil der Sonneneinstrahlung bereits vor der Fensterscheibe abgefangen. Wer erst lüftet, wenn die Wohnung schon aufgeheizt ist, erreicht meist nicht mehr besonders viel.

Nicht jedes Gebäude verfügt allerdings über Rollläden oder einen außenliegenden Sonnenschutz. Vor allem in vielen Berliner Altbauwohnungen gibt es solche Möglichkeiten gar nicht. In diesem Fall können Sonnenschutzfolien für Fenster eine praktische Alternative sein. Sie werden direkt auf die Scheibe aufgebracht und halten einen Teil der Sonnenstrahlen ab, bevor sich der Raum noch weiter aufheizt.

Folienmarkt empfiehlt, vor dem Kauf zu prüfen, welche Folie für den jeweiligen Fenstertyp geeignet ist. Am besten wirken mehrere Maßnahmen zusammen. Wer morgens und abends lüftet, tagsüber die Sonne möglichst draußen hält und die Fenster zusätzlich abschirmt, kann die Raumtemperatur oft schon um einige Grad senken.

Ventilatoren kühlen die Luft nicht

An heißen Sommertagen gehören Ventilatoren für viele Menschen zur Standardausstattung. Die Raumtemperatur senken sie allerdings nicht. Sie bewegen letztlich einfach nur die Luft, die sich ohnehin schon im Raum befindet.

Warum fühlt sich ein Ventilator dann trotzdem so angenehm an? Das liegt daran, dass der Luftstrom den Schweiß auf unserer Haut schneller verdunsten lässt. Unser Körper kann Wärme dadurch leichter abgeben und genau deshalb fühlt sich die Luft oft viel kühler an, obwohl das Thermometer im Zimmer immer noch die gleiche Temperatur anzeigt.

Ein Ventilator sollte deshalb auch möglichst dort laufen, wo sich tatsächlich jemand im Raum aufhält. Steht er stundenlang in einem leeren Zimmer, bringt das im Prinzip nichts. Im Gegenteil. Der Motor erzeugt beim Betrieb selbst Wärme.

Je nach Modell fällt das zwar unterschiedlich stark aus, die Raumtemperatur kann dadurch aber sogar leicht ansteigen. Das ist zwar kein riesiger Unterschied, zeigt aber ganz gut, dass ein Ventilator keine kühle Luft erzeugt, sondern lediglich dafür sorgt, dass sie sich für uns angenehmer anfühlt.

Kühlmatten und Kühldecken für Mensch und Haustier

Neben Ventilatoren kaufen sich inzwischen auch viele Menschen selbstkühlende Kühlmatten oder Kühldecken. Der Name führt allerdings ein bisschen in die Irre. Die Matten erzeugen keine Kälte, sondern nehmen Wärme vom Körper auf. Genau deshalb fühlen sie sich angenehm kühl an, obwohl sie gar nicht an eine Stromquelle angeschlossen sind.

Die meisten Modelle funktionieren ohne Strom und müssen auch nicht vorher in den Kühlschrank gelegt werden. Stattdessen geben sie die aufgenommene Wärme nach einer gewissen Zeit wieder an die Umgebung ab. Wird die Matte eine Weile nicht benutzt, kühlt sie sich von allein wieder ab.

Solche Matten werden übrigens längst nicht mehr nur für Menschen verkauft. Auch viele Hunde und Katzen legen sich im Sommer gern darauf, wenn ihnen der Boden oder das Körbchen zu warm geworden ist. Natürlich ersetzt eine Kühlmatte weder Schatten noch frisches Wasser, sie kann heiße Tage aber ein Stück angenehmer machen.

Richtig lüften ist im Sommer wichtiger als viele denken

Viele machen im Sommer den Fehler und lassen den ganzen Tag über die Fenster geöffnet. Das klingt zwar erst einmal logisch, bringt aber oft genau das Gegenteil. Ist es draußen heißer als in der Wohnung, kommt mit der frischen Luft eben auch die Wärme ins Zimmer.

Am meisten lohnt sich das Lüften in den frühen Morgenstunden oder später am Abend. Dann ist die Luft draußen meist kühler und die Wohnung kann einen Teil der gespeicherten Wärme wieder abgeben. Wer auf zwei gegenüberliegenden Seiten Fenster öffnet, bekommt zusätzlich Durchzug und tauscht die warme Raumluft schneller aus.

Steigt die Temperatur draußen wieder an, bleiben die Fenster besser geschlossen. Zusammen mit Rollläden, Außenjalousien oder Sonnenschutzfolien gelangt dann wesentlich weniger Sonnenwärme in die Wohnung. Vor allem nach mehreren heißen Tagen hintereinander merkt man oft, wie viel länger sich die Räume angenehm kühl halten.

Sind mobile Klimaanlagen eine Lösung?

Wer in einer Dachgeschosswohnung lebt oder große Fenster nach Süden hat, kommt irgendwann an den Punkt, an dem Lüften und Abdunkeln einfach nicht mehr reichen. Eine mobile Klimaanlage kann dann durchaus eine Lösung sein, denn sie senkt die Raumtemperatur wirklich und verschiebt nicht nur die warme Luft im Zimmer.

Der Abluftschlauch muss dafür nach draußen geführt werden. Viele legen ihn durch ein gekipptes Fenster, was zwar funktioniert, aber nicht besonders sinnvoll ist. Durch den offenen Spalt kommt nämlich direkt wieder warme Luft zurück. Mit einer passenden Fensterabdichtung lässt sich das recht einfach verhindern.

Das Gerät muss dann weniger arbeiten und der Raum kühlt schneller herunter. Wie stark eine Klimaanlage sein sollte, richtet sich vor allem nach der Größe des Zimmers. In einem kleinen Schlafzimmer reicht oft schon ein kompakteres Modell. Bei hohen Decken, großen Fensterflächen oder einer Wohnung direkt unter dem Dach braucht es meist etwas mehr Leistung.

Sonst läuft das Gerät stundenlang, ohne die gewünschte Temperatur zu erreichen. Der Stromverbrauch wird bei mobilen Klimaanlagen oft sehr kritisch gesehen. In Deutschland werden die Geräte zum Glück aber nicht das ganze Jahr über gebraucht. Meist geht es um einige besonders heiße Tage oder Wochen im Hochsommer.

Viele schalten die Klimaanlage außerdem nur für eine Weile ein, etwa am Abend, damit das Schlafzimmer vor dem Zubettgehen abkühlt.  Am besten funktioniert das Ganze, wenn tagsüber möglichst wenig Hitze in die Wohnung gelangt.

Mit Rollläden, Fensterfolien und geschlossenen Fenstern muss die Klimaanlage später nicht gegen einen komplett aufgeheizten Raum anarbeiten.

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