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Der 21. März ist der Tag gegen den Rassismus

StadtlebenAus amerikanischen Filmen ist die Szene gut bekannt: Ein junger Schwarzer spaziert an einer Straße entlang, wird von vorbei­fahrenden weißen Polizisten erst angehalten, dann grundlos wie ein Verbrecher durchsucht – und miss­handelt. Dass derartige, brutale Momente viel mit der Realität zu tun haben, beweisen nicht nur Fälle wie die weltweit bekannt gewordene Polizei-Attacke auf den Afroamerikaner Rodney King. Auch der in den USA lebende Soziologe Dr. Vikas Gumbhir hat nachgewiesen, wie das ethnische Erscheinungsbild die Polizei beeinflusst, jemanden von vorneherein als schuldig oder unschuldig einzustufen. Dabei ist diese rassistische Praxis nicht nur eine amerikanische Spezialität, weiß der in Berlin ansässige KOP-Rechtshilfefonds für Opfer rassistischer Polizeigewalt. So listet er in seiner „Chronik rassistisch motivierter Polizeivorfälle für Berlin in den Jahren 2000 bis 2009“ über 60 Fälle auf, in denen türkisch oder afrikanisch aussehende Menschen von der Polizei miss­handelt wurden. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21. März laden verschie­dene Initiativen zur Vortrags- und Dis­kussionsveranstal­tung „Ra­cial Profiling – The Colour of Guilt and Innocence“ ein. Neben Dr. Gumbhir referiert u.a. der in Tschechien praktizierende nigerianische Anwalt Dr. Columbus Igboanusi über die Schwierigkeiten, Roma vor Gericht zu verteidigen.

Text: Eva Apraku

Racial Profiling – The Colour of Guilt and Innocence
Werkstatt der Kulturen,
Do 19.3., 19 Uhr, Eintritt frei,

www.kop-berlin.de

Aktionswochen gegen Rassismus
Anti-Rassismus-Initiativen bundesweit und in Berlin mit Veranstaltungen
bis 29.3., Infos unter

www.gesichtzeigen.de
und

www.interkultureller-rat.de

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