Linksalternatives Privatradio

30 Jahre Radio 100

Revolutionäre Welle: Vor 30 Jahren ging Radio 100 erstmals über den Äther, Berlins Achse der Gegenkultur. Ein Festprogramm erinnert ans historische Experiment

Radio 100 Hinteres Studio. Foto: Andreas Baier

Die Revolution vollzog sich auf UKW-Frequenz 88,4. Als am 1. März 1987 die Menschen in der Mauerstadt ihre Endgeräte einschalteten, wurden sie Zeugen des ersten linksalternativen Radiosenders der deutschen Mediengeschichte, eine „taz“ im Audioformat, geschaffen von Desperados und Dissidenten. Radio 100 hieß das Himmelfahrtskommando, das am Ende bis 1991 über den Äther ging – und Lücken im Diskurs zu füllen, von Migrantensendungen über schwul-lesbische Formate bis zum legendären „Radio Glasnost“, einem Motor der DDR-Bürgerrechtsbewegung, vorangetrieben vom ausgebürgerten Roland Jahn. Jetzt wird, runde 30 Jahre nach Sendestart, an das historische Experiment erinnert. Im Columbiatheater gibt es Konzerte, u. a. mit Meystersinger mit Lucy van Org, Roman Leitner und Diskussionen, darunter ein Talk zwischen Radio-100-Macher Hans Hütt und Tilo Jung.

radio 100 – 30 Jahren nach Start Fr-Sa, 3.-4. März, Columbiatheater, Kreuzberg, mehr Informationen unter http://radio100.de

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