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Kunstfestival

48 Stunden Neukölln 2017

Unter Hochspannung: „48 Stunden Neukölln“ ist eines der vielfältigsten Kunstfestivals. Auf reaktionäre Zeiten reagiert es mit dem Motto „Schatten“

‚Reduit‘ 2009 – 2013, Foto: Franca Wohlt

Innerhalb von Spannungen gedeiht die Kunst ja angeblich immer besonders gut. Allerdings gibt es für die Vertreter dieser These gerade doch Grund zur Sorge ob der reaktionären und gesellschaftlichen Entwicklungen. Das Festival 48 Stunden Neukölln nimmt sich dem an und nennt die diesjährige Ausgabe entsprechend  „Schatten“. „Licht“ gibt es aber auch, denn so heißt die diesjährige Ausstellung der 400 jungen Neuköllner Künstler, die im Young Arts Neukölln in der Donaustraße und im Mondiale in der Richardstraße ausstellen. Das Hauptanliegen des erwachsenen Festivals aber bleibt, ob Licht oder Schatten, unverändert: Kunst jenseits von Galerien und Museen zeigen, an Orten die ungewöhnlich sind und vor allem öffentlich zugänglich.

Etwa die Ausstellung „Compilation: Angst“ mit Werken von Anna Eckold, Max Colson, Maxim Sarychau, Franca Wohlt (Foto) im Kreativraum im Körnerpark, Schierker Str. 8. Die Gruppenausstellung „Compilation: Angst“ beleuchtet verschiedene Facetten des Themas „Schatten“ im Sinne von Verunsicherung, Beunruhigung und Furcht in unserer Gesellschaft. Sie vereint vier künstlerische Projekte zu einem fotografisch-filmischen Themenkomplex, der beabsichtigt, das Angstgefühl und die daraus resultierenden Dynamiken von Individuen und Gesellschaften zu untersuchen. Führt Angst dazu, dass sich ein Individuum einer Gesellschaft anpasst oder sich ihr verweigert? Kampf oder Flucht? Wie versuchen wir, der eigenen Angst mächtig zu werden? Wo wird sie sichtbar? Was sind die Auslöser für ein erhöhtes Gefühl der Verunsicherung in unserer modernen, zivilisierten Welt?

48 Stunden Neukölln 23.– 25.6 Infos und Programm unter 48-stunden-neukoelln.de

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