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„Arise“ im Friedrichstadt-Palast: Was ihr zur neuen Show wissen müsst

Die große Show „Vivid“ ist Geschichte, im Friedrichstadt-Palast startet eine neue Produktion. „Arise“ soll bildgewaltig und gefühlvoll werden: Die Aufnahmen eines Fotografen erwachen auf der Bühne zum Leben. Die Show wartet mit einem Staraufgebot auf, auch hinter den Kulissen. Was ihr zu „Arise“ im Friedrichstadt-Palast wissen müsst, wann die Show läuft und wo ihr Tickets bekommt? Lest ihr hier.

"Arise" heißt die neue Show im Friedrichstadt-Palast. Die Ideen für die spektakulären Kostüme stammen von Stefano Canulli. Foto: Kristian Schuller
„Arise“ heißt die neue Show im Friedrichstadt-Palast. Die Ideen für die spektakulären Kostüme stammen von Stefano Canulli. Foto: Kristian Schuller

„Arise“ im Friedrichstadt-Palast: Das erwartet euch

Ein Fotograf reist mit seiner Muse um die Welt, hält die Eindrücke in farbenfrohen Bildern fest. Als er sie verliert, schwindet auch seine Lebenslust. Die leuchtenden Aufnahmen allerdings üben nach wie vor eine große Anziehungskraft aus – und erwachen zum Leben. „Arise“ verspricht eine Geschichte von Liebe, die die Zeit übedauert, und eine bildgewaltige Inszenierung über die Licht- und Schattenseiten des Lebens. Elf Millionen Euro kostete die Produktion, für die ein internationales Staraufgebot verpflichtet wurde.

Wer spielt bei „Arise“ mit?

Cameron heißt der Fotograf, die Hauptrolle in „Arise“ wird verkörpert von Frank Winkels, den man aus zahlreichen Musicalinszenierungen kennt. Seine bislang wohl größte Rolle: Martin Luther im Pop-Oratorium, einer musikalischen Bearbeitung der Reformationsgeschichte. Ihm zur Seite steht die Muse, verkörpert von der Belgierin Laurie Hagen. Den schmerzhaften Verlust überwindet er mit Licht und Zeit – beziehungsweise deren Personifizierungen. Die Zeit wird verkörpert von Olivier Erie St. Louis, der schon bei der Friedrichstadt-Palast-Show „The Wyld“ zu sehen war. Als Licht tritt Tertia Botha auf. „Jede Veränderung zum Guten, jedes Happy End beginnt mit dem Glauben daran, dass am Ende das Licht stärker ist als die Dunkelheit“, sagt Intendant Bernd Schmidt, der verspricht: „So tief und emotional war bisher keine Grand Show.“

Musicaldarsteller Frank Winkels spielt in "Arise" im Friedrichstadt-Palast die Hauptrolle. Foto: Markus Nass
Musicaldarsteller Frank Winkels spielt in „Arise“ im Friedrichstadt-Palast die Hauptrolle. Foto: Markus Nass

„Arise“: Star-Aufgebot auch hinter den Kulissen

Neben den Gesangssolist:innen steht natürlich eine ganze Compangie herausragender Tänzer:innen auf der Bühne, und die Musik wird live vom Hausorchester eingespielt. Spektakulär liest sich aber auch die Liste der vielen Menschen, die das Gesamtkunstwerk möglich machen und im Hintergrund gearbeitet haben.

Für die Musik beispielsweise wurde ein alter Bekannter aus dem Universum des Eurovision Song Contest verpflichtet: Tom Neuwirth, dessen Kunstfigur Conchita Wurst 2014 mit dem Song „Rise Like A Phoenix“ den Wettbewerb gewonnen hat, steuert zwei eigens komponierte Musikstücke zur Show „Arise“ im Friedrichstadt-Palast bei. Die weiteren Songtexte des Bühnenspektakels verfasste Jasmin Shakeri, die als Songwriterin schon mit Andreas Bourani, Peter Maffay, Joy Denalane, Howard Carpendale und Matthias Schweighöfer gearbeitet hat.

Eine Show wie „Arise“ im Friedrichstadt-Palast lebt natürlich vom Bombast der Inszenierungen. Die Choreografien stammen von Ohad Naharin, der das renommierte israelische Ensemble Batsheva Dance Company leitet, sowie von Nikeata Thompson, die als Tänzerin in Constanza Macras’ Kompagnie Dorky Park aktiv war. Auch der Australier Ashley Wallen – er schuf die Choreografien für den Hugh-Jackman-Film „The Greatest Showman“ – arbeitet nun an „Arise“ mit. Beteiligt ist auch Eric Gauthier, Tanzkoryphäe am Theaterhaus Stuttgart. Mit diesen Namen dürfte klar sein, dass „Arise“ sich weitaus mehr als frühere Produktionen dem zeitgenössischen Tanz öffnet.

Die Regie verantwortet Oliver Hoppmann, der bereits bei „Vivid“ sein Talent als Showmacher unter Beweis gestellt hat. Er ist auch Autor des Stücks – zusammen mit William Baker, langjähriger Kreativdirektor von Kylie Minogue.

Max Hoppmann führt bei "Arise" erstmals allein Regie am Friedrichstadt-Palast. Foto: Max Müller
Max Hoppmann führt bei „Arise“ erstmals allein Regie am Friedrichstadt-Palast. Foto: Max Müller

Spektakuläre Kostüme bei „Arise“

Keine Inszenierung am Friedrichstadt-Palast kommt ohne spektakuläre Bühnenbilder und gewagte Kostüme aus. Die neue Show findet in einem Bühnenbild statt, das von Frida Arvidsson geschaffen wurde. Somit ist nicht nur Tom Neuwirths Mitarbeit ein Gruß Richtung ESC: Arvidsson schuf Set Designs bei den Eurovision Song Contets in Malmö und Stockholm.

Die Kostüme stammen diesmal vom in Paris lebenden Modeschöpfer Stefano Canulli, der bereits für „Vivid“ am Friedrichstadt-Palast gearbeitet hatte. Zu seinen Kreationen zählt etwa ein Matadorenkostüm, das über und über mit Strasssteinen verziert ist.

Tausende Strasssteine sind auf das Kostüm gestickt. Foto: Kristian Schuller
Tausende Strasssteine sind auf das Kostüm gestickt. Foto: Kristian Schuller

Mit „Arise“ kehrt auch eines der Aushängeschilder des Friedrichstadt-Palast zurück: Das vom Publikum geliebte Wasserbecken wurde umfassend restauriert und wird endlich wieder zum Einsatz kommen. 160.000 Liter fasst das Becken, dessen Einsatz sich vor allem Stammgäste des Hauses immer wieder wünschten.

„Arise“ im Friedrichstadt-Palast: Termine und Tickets

Die Weltpremiere von „Arise“ ist erst für September angesetzt, Termine sind für zwei Jahre geplant. Der Friedrichstadt-Palast bietet aber schon vorher Einblicke: Ab 7. August finden Preview-Vorstellungen statt. So werden nicht nur Abläufe geklärt, sondern auch Publikumsreaktionen getestet – und die Inszenierung möglicherweise noch abgeändert, um den Wünschen gerecht zu werden.

Die Weltpremiere ist dann für den 22. September angesetzt. Die Hoffnung: ein Fortschritt der Impfkampagne, der dann Theatervorstellungen mit voller Kapazität ermöglicht. Aktuell werden die Gäste im Schachbrettmuster platziert, voll ausgelastet ist der Friedrichstadt-Palast längst nicht. Platz wäre aber: 1895 Menschen könnte das Haus fassen.

Die erste Preview ist am 7. August 2021 zu sehen, jede Woche finden vier bis fünf Vorstellungen statt. Die Premiere nach den Previews folgt am 22. September 2021. Tickets für „Arise“ im Friedrichstadt-Palast gibt es ab 19,80 Euro in der günstigsten Preiskategorie. Die teuersten Karten in der „Sky Lounge“ kosten 159,90 Euro.

  • Friedrichstadt-Palast Friedrichstraße 107, Mitte, Tel. 030/23 26 23 26, Tickets und weitere Infos auch auf der Website

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