Ausstellungen

100 Bilder von Paul Klee in der Sammlung Scharf-Gerstenberg

Paul_Klee_Bebende_KapelleNun sind die Bilder des Formdenkers und Malerpoeten Klee in die benachbarte Sammlung Scharf-Gerstenberg gezogen. Und dort machen sie noch mehr her. Kein Picasso stiehlt ihnen die Schau, Paul Klee ist der King. Denn nicht die Auswahl eines einzelnen Sammlers wie Berggruen steht jetzt im Vordergrund, sondern der Künstler selbst und sein märchenhaft versponnener Kosmos.

In der vorteilhaften Hängung durch die Kuratorinnen Kyllikki Zacharias und Felicia Rappe inspirieren sich die Exponate gegenseitig, geben einen wunderbar einfühlsamen Überblick. „Les Klee du paradis“ sind der Schlüssel zum verspielten Paradies des Künstlers. Durch die Zusammenführung der 70 Papierarbeiten aus dem Museum Berggruen mit 30 Werken aus der Sammlung von Dieter Scharf sowie einzelnen Arbeiten aus dem übrigen Bestand der Nationalgalerie schließt sich der Bogen, der das Ouevre des Künstlers in ganzer Schönheit und voller Breite von 1897 bis zu seinem Tod 1940 auffächert.

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Wie auf einer Tonleiter dekliniert der Maler, der stets Zeichner und Grafiker blieb, Farbklänge durch, entwirft mal mehr abstrakte Bildmosaike, dann wieder figurative Betrachtungen wie die „Bebende Kapelle“ (Abb.). Alles andere als eine Übergangslösung ist diese Schau, die in zwölf Kapiteln dem humorvollen, grotesken, romantischen Charakter der Arbeiten gerecht wird.

Text: Andrea Hilgenstock

Foto: Roman März / bpk /Nationalgalerie, SMB, Sammlung Scharf-Gerstenberg

tip-Bewertung: Herausragend

Les Klee du Paradis Sammlung Scharf-Gerstenberg, Schloßstraße 70, Charlottenburg, Di–So 10–18 Uhr, bis 31.8.14 (24.+31.12. geschlossen)

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