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20 Künstler der Galerie Barbara Weiss

20 Künstler der Galerie Barbara Weiss

Die Kreuzberger Galeristin Barbara Weiss hat 1989 ein Bild von feiernden Menschen auf der Berliner Mauer gemacht – ein wichtiges Bild, eines, das die Überwindung dieser Mauer ebenso zeigt wie die damit einhergehende Auflösung der Grenzen zwischen Ost und West. 25 Jahre später hat Weiss ein großes Portfolio an Künstlern aus allen Teilen der Welt, darunter der ukrainische Fotograf Boris Mikhailov, die US-amerikanische Malerin Rebecca Morris oder die Düsseldorfer Bildhauerin Berta Fischer. Sie alle hat Barbara Weiss gebeten, ihre Arbeiten und Gedanken aus dieser Zeit zu teilen – oder, falls sie 1989 noch zu jung für künstlerische Positionen waren, die Bedeutung des Jahres in ihrer künstlerischen Entwicklung zu zeigen. Interessiert hat die Galeristin nicht so sehr die Jahreszahl, sondern eher die subjektive Warhnehmung des Umbruchs. Der kommt manchmal ebenso befreiend wie bestürzend daher – wie beim 2014 verstorbenen Harun Farocki, der in der Ausstellung mit seinen erschütternden Film­aufnahmen aus dem Bukarest der Revolutionszeit vertreten ist, während zur selben Zeit in den USA die kitschige Verklärung der Ehe der Reagans einen Höhepunkt erreicht, wie US-Künstler Jonathan Horowitz in seinen Collagen zeigt, die bestens mit der davor aufgehängten halb transparenten „Mauer“-Installation von Berta Fischer korrespondieren.  

Text: Iris Braun

Foto: Jens Ziehe/ Courtesy Barbara Weiss

Galerie Barbara Weiss Kohlfurter Straße 41-43, Kreuzberg, Di–Sa 12–18 Uhr, bis 28.2.

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