Ausstellungen

40 Jahre Künstlerhaus Bethanien

Bethanien_Eingang_Galerieraeume_c_GeorgSchroeder„Sicherheit ist etwas für Angsthasen“, erwidert Christoph Tannert auf die Frage, wie sicher das Künstlerhaus Bethanien am neuen Standort sei. Er ist der künstlerische Leiter. Vor vierzig Jahren, 1974, wurde die Internationale Projektwerkstatt Künstlerhaus Bethanien gegründet. Den Namen gab sich die Gesellschaft in Anlehnung an ihren ersten, langjährigen Arbeitsstandort im ehemaligen Diakonissen-Krankenhaus Bethanien am Kreuzberger Mariannenplatz. Inzwischen hat sich die Institution zur Förderung neuer, innovativer Kunst und des internationalen Künstleraustauschs weltweit einen Namen gemacht. Unter anderem Marina Abramovic, Via Lewandowsky, Ming Wong und Haris Epaminonda haben im Bethanien gearbeitet und ausgestellt und sehen das Künstlerhaus als Startpunkt ihrer Karriere.

Unterstützt von vielen Förderern konnte sich das Künstlerhaus in den vergangenen vier Jahren mit großzügigen Ausstellungsräumen, 25 Ateliers, Werkstätten und Büros noch günstigere Bedingungen schaffen: Die gemeinnützige GmbH Künstlerhaus Bethanien ist seit 2010 in einem von der Nicolas Berggruen Holdings erworbenen alten Fabrikgebäude an der Kottbusser Brücke eingemietet. Der Vertrag läuft noch über 20 Jahre, sodass sich das Künstlerhaus auf sein internationales Stipendiatenprogramm konzentrieren kann.

„Schwerpunktprojekt des Jubiläumsjahres wird die künstlerische Gestaltung der von Süden gut sichtbaren Brandwand an der Kottbusser Straße sein“, so der Kunsthistoriker und Kurator Christoph Tannert. Der israelische Künstler Erez Israeli wurde von einer fünfköpfigen Expertenjury ausgewählt, seinen Entwurf des Wandbildes zu realisieren, in dem er sich mit der Vergangenheit der alten Lichtfabrik konfrontiert.

Text: Constanze Suhr

Foto: Georg Schroeder

40 Jahre Künstlerhaus Bethanien, Kottbusser Straße 10, Berlin-Kreuzberg, Do 5.6., 19-22 Uhr

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