Ausstellungen

Alltag in der DDR

Parade

Der Fotograf genoss zu DDR-Zeiten eine Freiheit, um die ihn viele ostdeutsche Bürger beneideten: Er durfte reisen. Als freischaffender Journalist fing Thomas Billhardt ab den 60er-Jahren das Weltgeschehen ein. Er fotografierte im revolutionären Kuba, in der Sowjetunion und Palästina. Dabei ließ ihn seine Arbeit oftmals die Grenzen der Menschlichkeit erleben, etwa als er die Schrecken des Vietnam-Krieges dokumentierte. Jenseits seiner Auslandsaufenthalte hielt Billhardt auch den Alltag und das politische Milieu seiner Heimat fest. Er war beim Besuch Fidel Castros 1972 und den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der DDR zugegen sowie bei der Parade anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins (Foto) Ende der 80er-Jahre. Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls zeigt das Museum The Kennedys über 60 Fotografien Billhardts, die einen Einblick in das Leben des untergegangenen Staates erlauben.

Text: Maximilian Müller

Foto: Thomas Billhardt

Alltag in der DDR, The Kennedys, Auguststraße 11-13, Mitte, ?Di–So 11–19 Uhr, ab 7.11.

Mehr über Cookies erfahren