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Anschlag auf russische Soldatenskulptur

Anschlag auf russische Soldatenskulptur

Foreign Affairs, das Festival für zeitgenössische performative Künste, beginnt erst am Donnerstag, doch einen Skandal gibt es schon im Vorfeld. Die russische Künstlergruppe Chto Delate (siehe Foto) wurde eingeladen, sich Gedanken über die Rolle von Erinnerung und Monumenten in ihrer Heimat zu machen. Entstanden ist das Projekt „What Is Monumental Today?“ und dazu gehört auch ein gut drei Meter hoher Soldat der Roten Armee aus Pappmachй. Die Skulptur „Our Paper Soldier“ steht seit Montag vor dem Haus der Berliner Festspiele, wo die meisten Aufführungen im Rahmen der Foreign Affairs stattfinden werden und ist angelehnt an die Ikonografie sowjetischer Heldendenkmäler. Ein ironischer Zugang zum historischen Thema, den aber bislang unbekannte Täter offensichtlich nicht nachvollziehen konnten. In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde der Soldat angezündet und ist komplett zerstört worden. „Unabhängig von konkreten Motiven, über die wir nicht spekulieren wollen, ist dieser Vorgang sehr beunruhigend“, sagt Festivalleiter Matthias von Hartz über den Vorgang.

Text: Jacek Slaski

Foto: Chto-Delat

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