Ausstellungen

„Aus dem ?Off zur ?Documenta“ von Jacek Slaski


Die Berliner Kunst-Subkultur ist bunt, charmant und oft auch spannend. Keine Frage. Dass jetzt aber einer dieser rührigen Berliner Macher zum Kurator der documenta 14 aufsteigt, ist eine Sensation. Die Rede ist von ?Bonaventure Soh Bejeng Ndikung. Der gebürtige Kameruner promovierte in Biotechnologie, in Erscheinung trat er aber vor allem als Betreiber des Neuköllner Kunstraums SAVVY. Davor hat er als Kurator, Netzwerker und Künstler organisiert, initiiert und ausgestellt, erst in kleinen Galerien und Off-Spaces, später im Neuen Berliner Kunstverein, ?Arsenal und Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Ndikungs Themen kreisen konsequent um Migration, Post-Kolonialismus, Identität, Diaspora und aktuelle afrikanische Kunst. Das hat auch Adam Szymczyk interessiert, den documenta-14-Kurator, der 2008 auch die Berlin Biennale verantwortete. Er berief Ndikung zum Curator at Large, der damit maßgeblich die nächste Ausgabe der weltweit bedeutendsten Ausstellung zur zeitgenössischen Kunst prägen wird. Der Termin steht fest, 2017 in Kassel und Athen. Konkretes zu seinen Plänen konnte der 38-Jährige nicht verraten, dafür sei es zu früh, aber seinen Themen werde er wohl treu bleiben. Berlin und SAVVY ebenso. Die documenta ist schließlich nicht das ganze Leben. Ein großer Karriereschritt aber schon.

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