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Protest: Ausstellung im Atelierhaus Prenzlauer Promenade gesperrt

Ausstellung-im-Atelierhaus-Prenzlauer-PromenadeDie 90 beteiligten Künster der aktuellen Ausstellung sollen ihre Kunstwerke noch heute (Dienstag) entfernen. Die Schlösser wurden vom Liegenschaftsfond ausgetauscht, die Ausstellung ist also nicht mehr zugänglich.

Um das Atelierhaus Prenzlauer Promenade, ein Gebäude der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR in Pankow, gibt es schon länger immer wieder Ärger. Die Senatsverwaltungen für Kultur und für Stadtentwicklung wollte das Gebäude und damit die Ateliers von ca. 90 professionellen Künstlern, erhalten, die Senatsfinanzverwaltung dagegen plant den Abriss des Hochhauses bzw. des gesamten Gebäudekomplexes. Zwei Gegensätze, die sich kaum vereinen lassen. Ein Umzug der Künstler ist schwierig, da es kaum andere verfügbare Gebäude dieser Größenordnung gibt.Noch ist das letzte Wort in der Angelegenheit aber nicht gesprochen.

Angeblich will der Liegenschaftsfonds die Fläche einer Wohnungsbaugesellschaft verkaufen, damit sie Sozialwohnungen dort bauen kann. Damit will man die Künstler als unsozial anprangern, weil sie auf ihrem Verbleiben beharren. Kunst vs. Wohnungsbau? Die zunehmende Wohnraumknappheit wird auch für Künstler zum existentiellen Problem.

Für bedrohte Atelierhäuser und andere Kultureinrichtungen gibt es eine bundesweite Rote Liste, erstellt vom Deutschen Kulturrat. Das Atelierhaus Prenzlauer Promenade ist dort gelistet.

Gegen diese Entwicklung wird heute, am Dienstag, dem 9. April zwischen 14 und 17 Uhr eine Aktion in der Brunnenstraße 188 in Mitte stattfinden, Motto: „Kuchen teilen“ – Flyer hier.

 

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