Kunst

Aktuelle Ausstellungen in Berlin: Was sich lohnt, was neu ist und endet

Die wichtigsten neuen Ausstellungen: Berlins Kunstwelt ist immer in Bewegung. Was es Neues gibt, was sich weiter lohnt und wo ihr noch unbedingt hin müsst, bevor es zu spät ist, lest ihr hier. Claudia Wahjudi und Ina Hildebrandt geben Tipps für Kunst, die besten aktuellen Ausstellungen in Berlin und letzte Chancen.


Neu: Ulysses Jenkins

Ulysses Jenkins, „Just Another Rendering of the Same Old Problem“, 1979. Foto: Nancy Buchanan

n den Staaten bereits ikonisch, in Berlin nun die erste europaweite Ausstellung: Der 1946 in Los Angeles geborene Pionier medienbasierter Performance- und Videokunst erfährt, wenn auch spät, internationale Würdigung seines Schaffens. Seit 50 Jahren ist Ulysses Jenkins ein Vordenker, inhaltlich wie formell. Nach seinen Anfängen als Maler und Wandgestalter widmete er sich jeder denkbaren Form von Bewegtbild und Sound und avancierte in den 1970er Jahren zu einem Beobachter und Kommentator der von der weißen Mehrheitsgesellschaft ungesehenen Schwarzen Communities oder: gesehen als etwas, das sie nicht sind. Mit Video, Film, Fotografie, Bildbearbeitungen und Archivmaterialien collagiert Jenkins ein vielschichtiges Bild derjenigen, deren stereotype Darstellung er messerscharf analysiert und subtil kritisiert.

  • Julia Stoschek Foundation Berlin Leipziger Str. 60, Mitte, Sa+So 12–18 Uhr, Eröffnung: Fr 10.2., 6–10 Uhr, 11.2.–30.7.

Neu: Haut – Hülle, Organ, Archiv

Sophie Utikal, „See me through“, 2022. Foto: Cheongjin Keem

Haut ist Schutzhülle und Angriffsfläche, sie bestimmt unsere Identität, ermöglicht Zugang oder führt zu Ausschluss. 28 in Berlin lebende Künstlerinnen verhandeln die vielfältigen Bedeutungsebenen und biologischen Gegebenheiten dieses Sinnesorgans in sämtlichen künstlerischen Formen. Zugleich soll die Zitadelle Spandau als patriarchal geprägter Ort ins Visier genommen und mit einer feministischen Erzählung überzogen werden.

  • Zentrum für Aktuelle Kunst Zitadelle Am Juliusturm 64, Spandau, Eröffnung: Do 9.2., 19 Uhr, 10.2.–7.5.23, Fr–Mi 10–17, Do 13–20 Uhr, 4,50/ 2,50 €, jeden 1. So im Monat frei

Neu: Tobias Zielony

Tobias Zielony, „Watching TV in Narva“, 2022, exhibition view KOW 2023. Foto: Ladislav Zajac/ courtesy the artist and KOW Berlin

Der Berliner Fotograf Tobias Zielony kommt viel herum in der Welt. In der Ausstellung in der Kreuzberger Galerie KOW nimmt er uns mit nach Asien, Bitterfeld, Polen und in die Baltischen Staaten. Aufnahmen junger Menschen and nicht klar definierbaren Orten. Es sind Augenblicke, die keiner klaren Struktur oder Erzählung folgen. Herzstück der Ausstellung ist eine Videoinstallation, die junge Menschen aus der estnischen Grenzstadt Narva beim Fersehen zeigt. Um den Einfluss der russischen Propaganda seit dem Kriegseinfall in die Ukraine einzudämmen, schaltete die estnische Regierung die wichtigsten russischen Nachrichtensender ab. Dennoch scheint der Krieg auf sämtlichen Sendern präsent und flackert über die Gesichter der jungen Zuschauer:innen, die ihrerseits das Programm und somit zugleich die Auswirkungen der große Weltpolitik im Leben der kleinen Menschen kommentieren.

  • KOW Lindenstr. 35, Kreuzberg, Di–Sa 12–18 Uhr

Neu: Esther Schipper

Grönlund-Nisunen, „Scattered Horizon“, 2022 (detail). Foto: the artists

Ryoji Ikeda und das Duo Grönlund-Nisunen haben es auf unsere Wahrnehmung abgesehen. Ob Lichtinstallationen inspiriert von Astrophysik beim japanischen Klang-und Videovirtuosen oder schwankende Horizontlinien bei den finnischen Multimedia-Künstlern, die jeweiligen Werke zeichnen sich durch den Einsatz von Klang und Licht aus, wodurch starke körperliche und emotionale Reaktionen bei Besucher:innen ausgelöst werden.

  • Esther Schipper Potsdamer Str. 81e, Schöneberg, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 25.2.

Ad Minoliti

Ad Minoliti GALATIC GATOTECA, 2022. Foto: Courtesy Peres Projects

Abstrakte Formen, Animé-Augen und niedliche Katzenkissen: Unter dem Titel „GG – galáctica gatoteca“ hat Ad Minoliti in dem White Cube der Peres Projects Galerie einige Spiele-Ecken eingerichtet. Die bunten Installationen aus Bildern, die sich über die Wände weiterziehen, kleinen Figuren in Kitty- oder Bunny-Form und Sitzsäcken hat der argentinische Künstler auch als eine Art Schutzraum inmitten des Berliner Winters eingerichtet. Ein Ort, an dem man auch einfach abhängen kann. Dabei richtet er sich besonders and Queer und Trans-Jugendliche. So unbedarft und freudig die Installationen daherkommen, ist Minolitis Anliegen, der sensible Phase der Jugend ebenso mit Sensibilität zu begegnen. Auch die Farbwahl orientiert sich an Farben argentinischer Aktivisten-Gruppen. Die Arbeiten sind einnehmend, auch wenn sie es schwer haben, in der blendenweißen Sterilität der großzügigen Räume ihre Lebendigkeit über das Ästhetische hinaus zu entfalten. Das dürfte sich im Februar ändern, mit einem geplanten Programm aus verschiedenen Performances von unter anderem Drag-Kings, Dichter:innen und Stand-Up-Comedians.

  • Peres Projects Karl-Marx-Allee 82, Mitte, Mo–Fr 11–18 Uhr, Programm über Instagram, bis 10.2.

Letzte Chance: How To Brücke-Museum: Ein Blick hinter die Kulissen

Mit einer ganz besonderen Ausstellung feiern Direktorin Lisa Marei Schmidt und ihr Team in Dahlem 55 Jahre Brücke-Museum. „How to Brücke-Museum: Ein Blick hinter die Kulissen“ soll Museumsarbeit verständlich machen. Am Beispiel von Werken aus der Sammlung stellt sie verschiedene Aufgabenfelder vor, von Erwerb über Digitalisierung bis Outreach. An einzelnen Tagen werden Mitarbeitende im großen Saal Fragen beantworten. Beistand leistet eine Arbeit von Christian Jankowski. Der Berliner Künstler bat 2008 die Angestellten des Kunstmuseums Stuttgart, inklusive der damaligen Direktorin Marion Ackermann, die Arbeitsplätze zu tauschen und sich bei den ungewohnten Tätigkeiten filmen zu lassen. Ein herrliches Video, das der Einrichtung Museum mit Witz ihren Nimbus nimmt

  • Brücke-Museum Bussardsteig 9, Dahlem, Mi–Mo 11–17 Uhr, 6/ 4 €, bis 18 J. + 1. So/ Monat frei, bis 12.2.

Transmediale

Transmediale 2022, Akademie der Künste, Foto: Adam Berry

Zwar sind die Festivalpässe für die Transmediale ausverkauft, doch Karten für einzelne Veranstaltungen sind weiterhin erhältlich, außerdem unterhält das Festival für Medienkulturen einen TicketSwap, eine Weiterverkaufsstelle für ungenutzte Tickets. Der Aufwand lohnt sich: 2023 geht es darum, wie Einzelpersonen, Agenturen und Regierungen via Künstliche Intelligenz und Social Media Einfluss auf das politische Leben nehmen, wie Grafiken und Bilder Aufklärung zu ersetzen drohen. Und die Ausstellungen lassen sich auch mit Einzeltickets besuchen. In der Akademie der Künste sind neben Installationen verschiedener Künstler:innen zwei neue Videoarbeiten von Alan Butler und Simone C. Niquille zu sehen, die Extremwetter und Diversität verlinken. Im Silent Green ermöglicht die Ausstellung „Out of Scale“ digitales und analoges Erkunden der Stadt.

  • Akademie der Künste Hanseatenweg 10, Tiergarten, Di–Fr 14–19, Sa+So 11–19 Uhr, 6/4 €, bis 18 J., Di und 1. So/ Monat Eintritt frei, bis 26.2., zum Programm hier
  • Silent Green Kulturquartier Gerichtstr. 35, Wedding, bis 26.2: Mi–So 14–19 Uhr, 8/5 €

Margaret Raspé

Margaret Raspé, Wasser ist nicht mehr Wasser, 1990, Performance im Flüsschen Bzura bei Lodz, Foto: Dagmar Uhde, Courtesy die Künstlerin

Bevor Ruth Wolf-Rehfeldts Ausstellung im Potsdamer Museum Barberini beginnt, ruft auch in Berlin eine Ausstellung das Werk einer experimentellen Künstlerin in Erinnerung: Das Haus am Waldsee zeigt die Ausstellung der 89-jährigen Margaret Raspé aus Berlin. Die Schau zeigt alte Installationen neu zusammengesetzt, zum Beispiel die berühmte Arbeit „Kondensation“: Sie besteht aus Teekesseln voller heißem Wasser, dessen Dampf vor Leinwänden flüchtige Bilder malt. Margaret Raspé hat außerdem den Kamerahelm in der Kunst etabliert.  

  • Haus am Waldsee Argentinische Allee 30, Zehlendorf, Di–So 11–18 Uhr, 8/ 5 €, 18 J.+1. So/Monat frei, 19 Uhr, bis29.5.

Neuköllner Kunstpreis

Katharina Reich, Depot 2022 – 2023, 2022 – fortlaufend. Foto: Katharina Reich/ VG-Bild Kunst

Mit 6.000 Euro ist der Neuköllner Kunstpreis dotiert. Zu den Kandidat:innen zählen in diesem Jahr der Fotograf Florian Bong-Kil Grosse, der die menschliche Figur und Architektur aneinander misst, Sarah Wohler, die mit ihrer Malerei Räume vermisst, und Katharina Reich (Abb.), die aus Alltagsgegenständen fantastische Plastiken schafft. Die Gewinnenden werden am 3. Februar, 19 Uhr, im Heimathafen Neukölln bekannt gegeben.

  • Galerie im Saalbau Karl-Marx-Str. 141, Neukölln, tgl. 10–20 Uhr, bis 16.4.

DIS – Everything but the World

DIS: Everything But The World, 2021 (Bildausschnitt), Foto: DIS/ via Schinkel Pavillon

Das New Yorker Kollektiv DIS hat 2016 eine umstrittene Berlin-Biennale kuratiert und gilt als Vorreiter der Post-Internet-Art, einer von der Internetkultur geprägten Kunstrichtung. In ihrer neuesten Videoarbeit, einer Art Science-Fiction-Dokumentation, blicken DIS auf den Planeten Erde und die Spezies, die sich am weitesten von der Natur entfernt hat: den Menschen.

  • Schinkel Pavillon Oberwallstr. 32, Mitte, Do–Fr 14–19, Sa+So 11–19 Uhr, 6/4 € (bar), bis 26.2.

Changing Our Footprint

World of Volvo Baustelle, Juni 2022. Foto: Rasmus Hjortshøj – COAST/ via Aedes

Das Baugewerbe muss sich dringend reformieren: Sein Beitrag zur Klimakrise ist immens – nicht zuletzt wegen des Einsatzes von Stahl und Beton. Das Architekturforum Aedes stellt in seiner Galerie Projekte aus dem dänischen Büro Hennig Larsen vor, das sich zunehmend um umweltverträgliches Bauen bemüht. Zu dessen bekanntesten Projekten zählt das Reykjavíker Konferenzzentrum mit der lichtdurchfluteten Konzerthalle, das das Büro in Zusammenarbeit mit dem Künstler Ólafur Elíasson gebaut hat.

  • Aedes Architecture Forum Christinenstr. 18/19, Prenzlauer Berg, Mo 13–17, Di–Fr 11–18.30, So 13–17 Uhr, Sa, 4. Februar 2023, 13-17 Uhr, bis 22.3.

Kasia Fudakowski

Porträt Kasia Fudakowski, Still aus „APT audit of Künstlerhaus Bremen 2022″, 2022, Video with audio, 11’00”
Courtesy of ChertLüdde, Berlin and Kasia Fudakowski, Berlin

Dass der Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt, hat die Energiekrise auf jedem Kontoauszug sichtbar gemacht. In Kasia Fudakowskis neuer Ausstellung bei ChertLüdde ist der Strom, der die kinetischen Skulpturen der Berliner Künstlerin betreibt, regelrecht knapp:  Es ist den Besuchenden überlassen, die Arbeiten an- und abzuschalten – und somit darüber zu entscheiden, wieviel Energie für den Rest der Ausstellung übrig bleibt.

  • Galerie ChertLüdde Hauptstr. 18, Schöneberg, , Di–Sa 12–18 Uhr, bis 15.4. 2023

Museumssonntag

Blick in die Ausstellung „Paris Magnétique. 1905–1940“ © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff

Am ersten Sonntag des Monats öffnen über 70 Berliner Museen ihre Türen kostenfrei, darunter die Berlinische Galerie und das Jüdische Museum, die wir besonders empfehlen können. „Magyar Modern“ in der Berlinischen Galerie gibt einen Überblick über das Schaffen von Künstlern und Künstlerinnen, die nach Berlin kamen, als Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg ein autoritärer Staat wurde. Sie zeigt großartige Gemälde, experimentelle Filme, Berliner Architektur – und alles in einem wunderbaren Audioguide spannend erläutert. Aha-Erlebnisse bietet auch „Paris magnétique“ im Jüdischen Museum, eine Einführung in den Beitrag jüdischer Künstler:innen zur Moderne in Paris mit vielen wenig bekannten Werken von Künstlerinnen. Übersichtliche Dokumentarstationen führen kurzweilig in die Hintergründe ein. Kostenfreie Tickets für den Museumssonntag müssen online bestellt werden und sind schnell ausgebucht. Mehr Infos zum Museumssonntag und den Terminen hier.

  • Verschiedene Museen darunter das Jüdische Museum, Tickets für den Museumssonntag hier

C/O Berlin

William Eggleston, Untitled, c. 1970-1973. Foto: © Eggleston Artistic Trust . Courtesy Eggleston Artistic Trust and David Zwirner

 Mit gleich drei spannenden Ausstellungen startet das C/O Berlin ins neue Jahr: William Eggleston, Pionier der Farbfotografie, wird mit der großen Retrospektive „William Eggleston . Mystery of the Ordinary“ geehrt. Zu sehen sind neben den berühmten Serien über das US-amerikanische Alltagsleben auch Aufnahmen von seinen Streifzügen durch West-Berlin. Parallel dazu lässt die im  sowjetischen Moskau geborene und in den USA lebende Fotografin Anastasia Samoylova in „Floridas“ den American Dream zwischen Palmen und Artensterben alt aussehen. Auch die polnische Fotografin Karolina Wojtas nimmt in „Abzgram“ eine bizarr anmutende Realität in den Fokus. Mit ihren Fotos von Schulkindern gewann sie den hauseigenen „Talent Award 2022“ und verwandelt den Ausstellungsraum in ein kurioses Klassenzimmer.

  • C/O Berlin Hardenbergstr. 22–24, Charlottenburg, Mo–So 11–20 Uhr, 10/ 6 €, bis 18 J. frei, Eröffnung: Fr 27.1., 20 Uhr, 28.1.–4.5.

Wim Wenders x Edward Hopper

Wim Wenders »Fire Chief«, Butte/Montana 2019. Foto: © Wenders Images, Courtesy Galerie Bastian

Dass Regisseur Wim Wenders eine Liebe zu Künstler:kolleg:innen aus anderen Sparten hat, bezeugen Filme wie „PINA“ (2011) über Tanzlegende Pina Bausch und „Das Salz der Erde“ (2014), gewidmet dem Fotografen Sebastião Salgado. Mit dem Film „Two or Three Things I Know about Edward Hopper“ (2020) blickt er nun auf einen ikonischen Maler des 20. Jahrhunderts. Hopper gilt als Vertreter des Amerikanischen Realismus und sein Werk hat laut Wenders großen Einfluss auf seine eigenen Arbeiten gehabt.

  • Galerie Bastian Taylorstr. 1, Dahlem, Mi–Sa 11–17 Uhr, bis 4.3.

Nan Goldin

Frauen auf betten, fotografiert von nan Goldin. Foto: Courtesy of the artist and Marian Goodman Gallery © Nan Goldin

Der Ausstellungsraum ist ganz dunkel, nur die Fotografien von Nan Goldin strahlen von den Wänden als wären sie Dias auf Leuchtkästen. Eine Inszenierung, die die Magie ihrer Aufnahmen besonders schön hervorbringt. Goldin kann Realität und Poesie, Blöße und Schutz, das bedingungslose Ausgeliefertsein und das Recht auf Respekt in ihren Fotografien kurzschließen wie sonst (fast) niemand. Insofern ist es ein großes Glück, dass der Käthe-Kollwitz-Preis 2022 Nan Goldins Arbeiten in die AdK bringt. Aus Berlin, wo sie vier Jahre lebte, sind nicht viele Motive dabei. Goldin hat die Ausstellung selber mitkuratiert, an der es nur eines auszusetzen gibt: Man hätte gerne noch viel mehr gesehen.

  • Akademie der Künste Hanseatenweg 10, Tiergarten, Di–Fr 14–19 Uhr, Sa+So 11–19 Uhr, 9/ 6 €, bis 18 J., Di + 1. So im Monat frei, bis 19.3.

Driven by Dreams. 75 Jahre Porsche Sportwagen

Schon im Eingang begrüßt einen der Porsche Vision 357, eine neue Studie von Porsche. Er soll die zukünftige Designphilosophie zeigen und wird deshalb auch in dieser Form nicht Serienmodell erscheinen. Foto: Emilia Lafleur

Wer Unter den Linden spaziert, sieht derzeit zahlreiche Autos nicht nur auf der Straße, sondern auch im DRIVE. Volkswagen Group Forum. Dort wird ein Jubiläum gefeiert: „Driven by Dreams. 75 Jahre Porsche Sportwagen“ heißt die kostenlose Sonderausstellung. In der weitläufigen Halle stehen zahlreiche Autos, die aus nächster Nähe betrachtet werden können. Das Highlight der Ausstellung: der erste unter dem Namen Porsche gebaute Sportwagen, der Porsche 356 Nr. 1 Roadster. Ein Unikat, das sonst nicht in Berlin zu sehen ist. Neben dem Blick in die Vergangenheit wird hier auch eine der neuen Studien gezeigt, der Porsche Vision 357 – eine Hommage an den 356. In der Ausstellung darf man aber nicht nur gucken, sondern (manche Sachen) sogar anfassen. Porschefans können sich in eine nachgeahmte Fahrerkabine setzen oder sich selbst hinter das Steuer klemmen, und ein Simulationsrennen an Bildschirmen bestreiten. Wem die Touch-Displays mit Informationen nicht reichen, der kann sich auch für eine geführte Tour durch die Ausstellung anmelden. Auch das ist kostenfrei.

  •  DRIVE. Volkswagen Group Forum Friedrichstraße 84, Mitte, tägl. 10-19 Uhr, kostenfrei, 030/20 92 13 00, Infos

Maya Schweizer

Maya Schweizer startet gerade so richtig durch. Die Hap-Grieshaber-Preisträgerin zeigt  im Deutschen Künstlerbund drei ihrer fragilen, verrätselten Filme in einer eigens dafür aufgebauten Installation, die das Anschauen in dem lichtdurchfluteten Raum überhaupt erst möglich macht. Dazu eine Stoffarbeit im Fenster, die die Arbeiten ergänzt und den Raum zusätzlich ein wenig abschirmt. Im Mai erhält Schweizer zudem den Dagesh-Kunstpreis 2023 plus eigner Schau im Jüdischen Museum, also fast gegenüber.

  • Projektraum des Deutschen Künstlerbunds Markgrafenstr. 67, Kreuzberg, Di–Fr 14–18 Uhr, bis 6.4.

Früchte des Zorns. Versuch einer Annäherung: Ukraine

Steve Schepens „Gay Train“, 2015/ Gay Train, 2015. Foto: the artist

Eine Gruppe von Kunstschaffenden, die in der Ukraine geblieben oder ins Ausland geflohen sind, sowie Außenstehende blicken auf koloniale Prozesse, die Selbstfindung der Ukraine und hinterfragen die Rolle der Kunst in diesem Konflikt. Zu sehen sind in dieser eindrücklichen Ausstellung Werke, von Malerei bis Video, unter anderen von Dariia Kuzmych, Sergiy Bratkov und Hito Steyerl. Am 9. Februar findet um 19 Uhr ein Künstlergespräch mit Mykola Ridnyi und Clemens von Wedemeyer statt.

  • Haus am Lützowplatz Lützowplatz 9, Tiergarten, Di–So, 11– 18 Uhr, bis 19.03. 

Distant Belongings

Nilpferdjagd, Sebastian Maas. Foto: Sebastian Maas/68projects

Man muss schon etwas lachen, zumindest schmunzeln, wenn man die Gemälde von Sebastian Maas betrachtet. Es sind knallbunte, großformatige Bilder, in denen Maas Jagdszenen des Barock-Malers Peter Paul Rubens zitiert. Eigentlich dramatische, agressive Szenen, die durch die dilettantische Ausführung einiger Figuren ad absurdum geführt werden. Lächerlich erscheint der Mensch plötzlich in seiner Gewaltlust, schwachsinnig, was er Mensch und Tier antut. Still und geheimnisvoll dagegen sind die ebenfalls ausgestellten Skulpturen von Agnes Lammert, in denen etwas eingepackt oder umwickelt zu sein scheint.

  • 68projects Fasanenstr. 68, Charlottenburg, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 25.2.

Anna Oppermann

Paradoxe Intentionen (Einzelleinwand aus dem Ensemble Paradoxe Intentionen)
1988/1990. Foto: Estate Anna Oppermann und Galerie Barbara Thumm

„Ensembles“, so nannte die Konzeptkünstlerin Anna Oppermann (1940–1993) ihre raumgreifende Installationen aus Fundstücken, Zeichnungen, Fotografien, Objekten und Gemälden. Diese wurden wiederum fotografiert und die Aufnahmen auf große Leinwände mit Foto-Emulsion aufgezogen, von Hand koloriert und in neue Ensembles integriert. In der Schau ist eine Auswahl dieser Einzelleinwände zu sehen, deren Sogwirkung man sich nicht entziehen kann.

  • Galerie Barbara Thumm Markgrafenstr. 68, Kreuzberg, Mi–So 12–18 Uhr, bis 4.3.

Martin Kippenberger

Kippenberger oil on canvas 160 x 133 cm.; 63 x 52 1/2 in.

Martin Kippenberger war der erklärte „bad boy“ der deutschen Kunst, in der Punkszene ebenso zuhause wie im eher elitären Kunstbetrieb. In diesem Jahr wäre der 1997 in Wien gestorbene Künstler 70 Jahre alt geworden, was auch die Galerie Max Hetzler zum Anlass für eine Einzelschau nimmt. Aber ist es in unseren hypermoralischen Zeiten der Wokeness inklusive beinahe allgegenwärtigen Trigger-Warnungen überhaupt noch möglich, das Werk dieses enfant terrible auszustellen? Immerhin hat er in seiner so konzeptionellen wie gleichzeitig fast schon dilettantischen Kunst immer wieder provozierend Witze zum Beispiel über Frauen, Schwarze und Hungernde gemacht. Die Kuratorin Josephine von Humboldt löst dieses Problem, indem sie in der Ausstellung „heute denken – morgen fertig“ Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen von Kippenberger aus den 1980er- und 1990er-Jahren präsentiert, die zu dem vergleichsweise „ARTigen“ Teil seines breitgefächerten Oeuvres zählen.

  • Galerie Max Hetzler Goethestr. 2/3, Charlottenburg, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 25.2.

Johanna Dumet

Das Richtige gegen Berliner Winterblues: Johanna Dumets knallbunte Gemälde. Foto: Johanna Dumet/ Galerie Mehdi Chouakri

Sie feiert die Tradition und pfeift zugleich darauf: Die Französin Johanna Dumet malt Stillleben, ein klassisches Genre der Kunstgeschichte, ohne Rücksicht auf naturgetreue Formen, Farben und Dimensionen. Damit gilt die in Berlin lebende Autodidaktin als ein Nachwuchsstar der deutschen Kunstszene. Bekannt ist sie für ihre knallbunten Tischszenen, auf denen Meeresfrüchte und Chanel-Handtaschen von einem guten Leben erzählen. Mit ihrer Soloausstellung „Intérieur rose“ zeigt sie neue Arbeiten. Es wird pink!

  • Galerie Mehdi Chouakri Fasanenstr. 61, Charlottenburg, Di–Sa 11-18 Uhr, bis 25.02.

Max Liebermann

Max Liebermann, Blick aus dem Nutzgarten nach Osten auf den Eingang zum Landhaus, Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin. Foto: Oliver Ziebe

Werke wandern. Sie wechseln ihre Besitzer. Mal geschieht dies im Einvernehmen zwischen den Besitzern, mal unter Zwang – gerade als die Nationalsozialisten jüdische Mitbürger enteigneten. Die Liebermann-Villa besitzt eine Sammlung von mehr als 200 Objekten, die meisten stammen von Max Liebermann. Der Berliner Impressionist war jüdischer Herkunft und starb 1935. Da waren die Nazis bereits an der Macht und erschwerten das Leben seiner hinterbliebenen Familie. Die Liebermann-Villa am Wannsee begibt sich mit ihrer Ausstellung „Wenn Bilder sprechen. Provenienzforschung zur Sammlung der Liebermann-Villa“ nun auf Spurensuche und erkundet die Herkunft der Werke und welche Wege sie hinter sich haben, bevor sie in der Sammlung Liebermann-Villa ihren Platz fanden.   

 Autorin: Sabine Schereck

  • Liebermann-Villa am Wannsee Colomierstraße 3, Zehlendorf, Mi-Mo 11-17 Uhr, 10/ 6 €, bis 18 J. frei, bis 13.3.23

Kotti Island

Eine von mehreren Interventionen am Kottbusser Tor. Foto: Kotti Island

Brennpunkt, Melting Pot, Herz von Kreuzberg: Das Kottbusser Tor oder auch einfach „Kotti“ ist berühmt-berüchtig und heissgeliebt. Zwischen Betonklötzen und Altbauten tummeln sich Alteingesessene und Zugezogene, Kriminelle und Drogensüchtige, Szene-Kids und Tourist:innen. Das Projekt „Kotti Island“, initiiert von der DJ Cecilia Tosh, widmet sich dem Kottbusser Tor und Menschen, die hier leben und arbeiten.

Den Ausgangspunkt bilden vor Ort aufgenommene Field Recordings und Interviews, aus denen ein Musikalbum und eine Ausstellung entstanden ist. An vierzehn Stationen setzen sich Künstler:innen und Anwohner:innen bis zum 29. Januar 2023 mit dem Kiez auseinander. In Spätis, Bars, Ladengeschäften und an Häuserwänden, in Passagen, auf Plätzen eröffnen sie in multimedialen Werken verschiedene Perspektiven auf das Leben und das Geschehen hier.

Verschiedene Orte um das Kottbusser Tor, Kreuzberg, Installationen und Programm Fr-So, bis 28.2., Infos und Programm


Berührende Formen

Johann Gottfried Schadow, Genius der Natur, Natura, 1813, Bronze, Gips, Wachs, gefasst, Holz, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Foto: Andres Kilger

Anmutig und natürlich hat er die Schwestern Luise und Friederike geschaffen: Damit ging der Bildhauer Johann Gottfried Schadow 1795 neue Wege. König Friedrich Wilhelm III. missfiel die Prinzessinnengruppe. Dennoch schrieb sie Kunstgeschichte. Gipsmodell und Original aus Marmor sind in der Alten Nationalgalerie zu sehen, die umfassend das Werk untersucht.

  • Alte Nationalgalerie Bodestr. 1-3, Mitte, Di–So 10–18 Uhr, 12/ 6€, bis 18 J. + 1.So/Monat frei, bis 19.2.

Micha Ullmann

Installation im Kirchenraum. Foto: Leo Seidel

Vor zehn Jahren legte Micha Ullmann auf Stufen der St. Matthäus-Kirche Sand aus Israel ab. Nun ist er hier erneut zu Gast: Mit der Ausstellung „Körper“, in der er in verschiedenen Medien die menschliche Gestalt thematisiert, ohne sie abzubilden. Wenn man sich von Gott kein Bild machen soll, Gott den Menschen aber zu seinem Ebenbilde schuf, dann ist das nur konsequent.

  • St. Matthäus-Kirche Matthäikirchplatz, Tiergarten, Di–Sa 18 Uhr, Eintritt frei, bis 19.2.23

Isa Genzken

Isa Genzken Architekturcollage, 2001 Collage 28 x 30 cm Foto: VG Bild-Kunst, Bonn/Courtesy of the artist and Jahn und Jahn, Munich

Glamourös und vulgär, verletzlich und stark, niemals berechenbar kommt die Kunst von Isa Genzken daher. Längst zu Ruhm und Ehre gelangt, lässt sich die jung  gebliebene Grand Dame der deutschen Gegenwartskunst nicht festlegen. Skulpturen, Objekte, Assemblagen, Installationen, Architekturen, aber auch Bücher und Videos gehören in ihr Repertoire. Dass die Raumkünstlerin auch eine begnadete Zeichnerin ist, konnte man ahnen. Nun gibt die Galerie Buchholz, die seit 25 Jahren mit der Künstlerin zusammenarbeitet, einen umfangreichen Einblick in das grafische Werk. Eine kleine Sensation. 

  • Galerie Buchholz Fasanenstr. 30, Charlottenburg, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 18.2.23

Max Liebermann

Max Liebermann: Heinkeherende Schafherde, 1890, Kohle auf Papier. Foto: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin / Dietmar Katz.

‚Back to the roots’ wäre auch ein passender Titel für die Ausstellung gewesen, in der Max Liebermanns Zeichnungen nun an seiner ehemaligen Heimstätte am Pariser Platz zu sehen sind. Die Skizzen aus Bleistift, Kohle und Pastell besitzen eine Unmittelbarkeit, die dem Betrachtenden das Gefühl geben, ganz nah bei dem Maler zu sein und zu erahnen, was er empfunden haben mag, als er vor der Szene stand.

Das Kupferstichkabinett, gemeinsam mit dem Haus am Pariser Platz, lässt nun erstmalig in seinen Liebermann-Bestand blicken. Er umfasst alle Schaffensphasen und macht seine Entwicklung sichtbar: Vorstudien zu Gemälden, dann Impressionen aus Holland, oft ländliche Szenen, die nicht mehr mit Bleistift, sondern mit schwarzer Kreide festgehalten sind und malerisch werden. Sie sind eigenständige Kunstwerke. Im Gegensatz zu den fein ausgearbeiteten Ölgemälden des 1935 gestorbenen Berliner Impressionisten sind die Bilder hier noch voll Frische und Intimität. Mehr zu Max Liebermanns Spuren in Berlin lest ihr hier.

  • Max-Liebermann-Haus Pariser Platz 7, Mitte, Mi–Mo 11–18 Uhr, 6/ 4 €, bis 18 J. + 1.So/Monat frei, bis 5.3.

Lucia Moholy

Lucia Moholy fotografier von ihrem Eehemann Lazlo Moholy Nagy. Foto Lószló Moholy-Nagy/IMAGO /Artokoloro

Lucia Moholys Fotos waren so gut, dass Walter Gropius ihr die Negative nicht zurückgeben wollte. Sachlich und präzise fotografiert, prägen sie das Bild vom Bauhaus und seinen Bauten bis heute. Weder Entlohnung noch die ihr gebührende Anerkennung hat die Ehefrau von László Moholy-Nagy dafür erhalten, musste sich gar von Gropius einen Teil ihrer Negative vor Gericht erstreiten. Die 1894 geborene Moholy hatte ein bewegtes Leben zwischen künstlerischen Aufbrüchen in Berlin und Dessau, der Flucht vor den Nazis nach London und der Niederlassung im schweizerischen Zollikon, wo sie 1989 verstarb. Dass sie nicht nur einen essentiellen Anteil am Schaffenskosmos ihres Ehemannes hatte, sondern auch eine eigenständige Künstlerinnenpersönlichkeit war, beleuchtet die Ausstellung „Lucia Moholy: Das Bild der Moderne“ anhand von rund 100 Fotos sowie ausgewählte Objekte aus ihrer Zeit in Berlin.

  • Bröhan Museum Schloßstr. 1a, Charlottenburg, Di–So 10–18 Uhr, 8/ 5€,1. Mi/ Monat frei, bis 22.6.

Roads not Taken

Nächtliche thermonukleare Explosion in Nevada USA, 5. Juli 1957. Foto: National Archives, Washington, D.C. / Public Domain

Der Mauerfall 1989, die Panzer am Checkpoint Charlie 1962, das Wahlergebnis 1932: Das Deutsche Historische Museum geht mit „Roads not Taken“ dem Gedankenexperiment nach, was passiert wäre, wenn sich an 14 Wendepunkten deutscher Geschichte nach 1848 andere Wege ergeben hätten. Diese werden in Bildern inszeniert und realen Ereignissen gegenübergestellt, wie der nuklearen Explosion in Nevada 1957.

  • Deutsches Historisches Museum Hinter dem Gießhaus 3, Mitte, tgl. 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr, 8/ 4 €, bis 18 J. + 1.So/Monat frei, bis 24.11.23

Gestickte Gärten

Handtuch mit reicher Stickerei aus Seide, Silberfäden und Goldlahn (Detail), Türkei, 18./19. Jahrhundert. Foto: Claus Uhlendorf

Ein Granatapfel, der, auf eine Serviette gestickt, verzückt: Im Osmanischen Reich waren mit Stickereien verzierte Stoffe Kostbarkeiten für Festlichkeiten. Oft dienten sie auch als Teil der Aussteuer. Das Pergamonmuseum zeigt 25 solcher Schätze aus vier Jahrhunderten. Pflanzenmotive waren sehr beliebt, und ab dem 18. Jahrhundert werden europäische und chinesische Einflüsse sichtbar.

  • Pergamonmuseum Bodestr. 1–3, Mitte, Di, Mi, Fr–So 10–18, Do 10–20 Uhr, 12/6 €, bis 18 J. + 1.So/ Monat frei, bis 16.4.23

Ts’ uu – Zeder. Von Bäumen und Menschen

Ansicht der temporären Ausstellung “Ts’uu – Zeder. Von Bäumen und Menschen” im Humboldt Forum. Foto: © 2020 by Alexander Schippel

Was länger währt, wird womöglich besser: Die Ausstellung „Ts̓  uu – Zeder“ des Ethnologischen Museums konnte pandemiebedingt nicht  mit den Sälen eröffnen, die im Herbst das Humboldt Forum komplettiert haben. Doch nun ist die Schau über Regenwälder an der Westküste Kanadas fertig, eine Koproduktion mit dem hochmodernen Haida Gwaii Museum auf gleichnamigem Archipel vor der Küste British Columbias. Sie zeigt, wie erhellend und publikumsfreundlich transkontinentale und transdisziplinäre Zusammenarbeit sein kann. Nur einen Saal mit 130 Exponaten umfasst die Schau, die genauso Ruhe wie Abwechslung bietet, dank einer Sitzecke und des Einsatzes verschiedener Medien. Selbstverständlich gibt es klassische Objekte wie Wappenpfähle. Daneben aber hängen Reportagefotos und bedruckte T-Shirts. Sie bezeugen Proteste Indigener gegen die Abholzung der Regenwälder durch euro-kanadische Firmen.

  • Humboldt Forum Schlossplatz 1, Mitte, Mi–Mo 10.30–18.30, Eintritt frei, bis auf Weiteres

Broken Music

Ausstellungsansicht Installationshot, “Broken Music Vol. 270 Jahre Schallplatten und Soundarbeiten von Künstler*innen “. Foto: © Thomas Bruns / @thomasbrunsphotography

Die Schallplatte ist Teil der Kunstgeschichte: als Plattencover oder Inspiration für Soundinstallationen. Der Hamburger Bahnhof zeigt beides: in einem Rückblick auf 70 Jahre Schallplatte in Kunst und Musik, angeregt von der Ausstellung „Broken Music. Artists̓  Recordworks“, 1989 kuratiert von Ursula Block vom Plattenladen „gelbe MUSIK“, bis zur Schließung 2014 Berlins erste Adresse für Neue Musik.

  • Hamburger Bahnhof Invalidenstr. 50/51, Tiergarten Di, Mi, Fr 10–18, Do bis 20, Sa, So 11–18 Uhr, 14/ 7 €, bis 18 J. + 1.So/Monat frei, bis 14.5.23

Phantome der Nacht. 100 Jahre Nosferatu

Nosferatu. Foto: Deutsche Kinemathek

Der Stummfilm-Klassiker „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ gilt als einer der einflussreichsten Horrorfilme aller Zeiten, und die Figur des Grafen Orlok diente als Vorbild für unzählige Filmmonster. Weniger bekannt ist allerdings der Einfluss der Kunst der Romantik und des Expressionismus auf die Bildsprache des Films. Anlässlich seines hundertjährigen Jubiläums präsentiert die Sammlung Scharf-Gerstenberg Werke von Künstlern wie Alfred Kubin, Caspar David Friedrich und Franz Sedlacek, deren Motive und phantastische Szenerien die Bildsprache des Films inspirierten. Die Schau beleuchtet auch, wie „Nosferatu” noch heute sein Unwesen in Kunst und Popkultur treibt, und lädt Besucher:innen in Kooperation mit dem DRK am 21.Dezember zum Blutspenden ein.

  • Sammlung Scharf-Gerstenberg Schloßstr. 70, Charlottenburg, Di–Fr 10–18, Sa–So 11–18, 12/ 6 €, bis 23.4.23, Programm und Blutspende-Termine hier

George Grosz reist nach Sowjetrussland

George Grosz, Ameisen, Blatt aus der Mappe „Im Schatten“, 1921, Lithografie, 35,7 x 48,6 cm, Archiv Ralph Jentsch Berlin. Foto: George Grosz © Estate of George Grosz, Princeton, N.J./VG Bild-Kunst, Bonn 2022

1922, als russische Avantgarde-Künstler:innen aus der frisch gegründeten Sowjetunion nach Berlin flohen, reiste George Grosz in die entgegengesetzte Richtung, nach Moskau. Sogar Lenin soll er dort getroffen haben. Im Jahr darauf trat er aus der KPD aus. Die neue Ausstellung im immer noch neuen Grosz-Museum soll beleuchten, ob die Entscheidung des Künstlers eine Folge dieser Reise war, auch anhand von Grosz’ Arbeiten aus jener Zeit wie seiner Lithografie „Ameisen“ aus der Mappe „Im Schatten“ (1921). Zudem konnte das Team, so teilt das Museum mit, noch vor dem Krieg gegen die Ukraine in russischen Archiven forschen.

  • Kleines Grosz Museum Bülowstr. 18, Schöneberg, Do–Mo 11–18 Uhr, 10/ 6 €, nur mit gebuchtem Ticket, bis 30.4.23

„IBMSWR: I Build My Skin With Rocks“ von Sandra Mujinga

Sandra Mujinga: „I Build My Skin with Rocks“, 2022, Videostill
© Sandra Mujinga. Courtesy die Künstlerin, Croy Nielsen, Wien und The Approach, London

Die Trägerin des Preises der Nationalgalerie 2021, Sandra Mujinga, stellt ab 9. Dezember im
Hamburger Bahnhof aus. Mujinga zeigt ihre neue Videoinstallation „IBMSWR: I Build My Skin With Rocks“. Der Titel bezieht sich auf eine Aussage von Edouard Glissant. Der Autor aus Martinique bezeichnete seine Sprache einmal als aus Felsen gebautFür Sandra Mujinga, in Norwegen aufgewachsen und 1989 in Goma im Osten der heutigen Demokratischen Republik Kongo geboren, ist die Haut, ist der schwarze Körper verbunden mit der schmerzhaften Geschichte des transatlantischen Sklavenhandels. Die Künstlerin, die in Oslo und Berlin lebt, Mujinga hat 2021 den Preis der Nationalgalerie gewonnen, die Ausstellung ist Teil der Auszeichnung. Mujinga hatte sich mit geisterhaften Skulpturen beworben, sie sie 2022 auch auf der Biennale von Venedig zeigte.

  • Hamburger Bahnhof Invalidenstr. 50/51, Tiergarten, Di–Mi/ Fr 10-18, Do bis 20, Sa+So 11–18 Uhr, 8/ 4 €, bis 18 J., ALG II und 1. So/ Monat frei, bis 1.5.23

Monica Bonvicini

Die Neue Nationalgalerie während der Ausstellung Monica Bonvicini „I DO YOU.“ Foto: Imago/Jürgen Ritter

Hier treffen zwei Giganten aufeinander: Monica Bonvicini, eine der bedeutendsten Künstler:innen der Gegenwart, und die Neue Nationalgalerie, eine Ikone der modernen Architektur. Nicht nur eine riesige Spiegelwandt mit dem provokativen Spruch, zugleich Ausstellungstitel „I do you“ hat die international renommierte Wahlberlinerin davor gestellt, sondern im Inneren eine zweite Ebene eingezogen, Handschellen für fesselfreudige Besucher:innen angebracht und einen Teppich mit  privaten Aufnahmen von ausgezogenen Hosen ausgelegt. So hart und zart durchbricht Bonvicini die kühl distanzierte, von ihr als chauvinistisch bewertete Architektur der Moderne. Dabei bleibt sie ihrer feministisch-punkigen Attitude treu, ohne jedoch gegen Mies van der Rohes Bau anzukämpfen, sondern selbstbewusst mit neuen und alten Arbeiten zu bespielen.

  • Neue Nationalgalerie Potsdamer Str. 50, Tiergarten, Di–Mi, Fr–So 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr, 12/ 6 €, bis 18 J. + 1. So/ Monat frei, bis 30.4.23

Haus des Papiers

Ausstellungsansicht „Waterfalls and Spirits“, 2022. Foto: Haus des Papiers

Mit „Waterfalls and Spirits“ zeigt das Privatmuseum für Kunst aus Papier Werke von Stipendiat:innen der hauseigenen Künstler:innen-Residenz. So schafft Harriett Groß aus Soundaufnahmen von Wasserfällen rätselhafte, reliefartige Bilder. Konzeptuell und ästhetisch überzeugend nutzt Maria Toliver Wasser und Papier als Informationsträger für intime sowie überpersönliche Geschichten. Besonders spannend: Textilien und Keramiken aus recycelter Zellulose aus Abwässern aus dem greenlab der Kunsthochschule Weißensee.

  • Haus des Papiers Seydelstraße 30, Mitte, Fr–So 10–17 Uhr, 8,50/ 6 €

Guilty! Guilty! Guilty!

İpek Duben, LoveGame, 1998–2001. Installation. Foto: İpek Duben / Banu and Hakan Çarmıklı Collection, Istanbul

In „Guilty, Guilty, Guilty!“, („Schuldig, schuldig, schuldig!“), kuratiert von der Kunsthistorikerin Sonja Lau, steht „feministische Kriminologie“ zur Debatte. Hier geht es um Ansätze, die untersuchen, ob und wie bei Strafverfolgung und Prozessen das Geschlecht ins Gewicht fällt. Einige Beiträge der 16 Künstler:innen verhandeln historische Fälle wie jene Raubzüge, die die Millionärsenkelin Patricia Hearst mit ihren Entführern unternommen haben soll. Nicht zuletzt stehen harte Arbeiten im Kunstraum wie İpek Dubens spielbares Roulette zu häuslicher Gewalt (Foto) und Dominique Hurths Installation zu Prozessen gegen Aufseherinnen in Konzentrationslagern. Sie machen die luftig arrangierte Ausstellung zu einem harten Brett. Das zu bohren sich lohnt.

  • Kunstraum Kreuzberg Mariannenplatz 2, Kreuzberg, So–Mi 10–20, Do–Sa bis 22 Uhr, Eintritt frei, bis 19.2.23

Tschechisches Zentrum

Tiefe Flüsse fließen leise: Radek Brousil, „Hey Sorrow Where Are You?“, 2018. Foto: Radek Brousil

Die Tschechische Botschaft und das Tschechische Kulturzentrum sind nicht nur ein architektonisches Highlight: Im ersten Geschoss, dass immer öffentlich zugänglich ist, gibt es im lichten Ausstellungsraum zurzeit eine Ausstellung dreier junger tschechischer Künstler:innen zu sehen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. In „Tiefe Flüsse fließen leise“ werden Skulpturen, Videoarbeiten und Malerei gezeigt, in denen vom Ökosystem der Pilze über die Visualisierung von Bienenschwarm-Geräuschen bis zu Wasserknappheit durch extensive Landwirtschaft einiges dazu verhandelt wird.

  • Tschechisches Zentrum Wilhelmstr. 44, Eingang Mohrenstr., Di–Sa 14–18 Uhr, bis 18.2.23

Abenteuer am Nil

“Die Mitglieder der Expedition auf der Cheops-Pyramide”, Aquarell, Johann Jakob Frey und Max Weidenbach, Oktober 1842,
© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett

Noch gehörte Ägypten nicht zum britischen Imperium, als 1842 in Berlin eine Expedition aufbrach, um bis nach Nubien am Obernil zu ziehen. Die Teilnehmer wollten für Preußen dokumentieren und sammeln. Was in diesem Kindergarten der deutschen Ägyptologie zusammengetragen wurde, steckt in mehreren Berliner Sammlungen und wird jetzt im Neuen Museum wieder gemeinsam gezeigt, darunter eine Widderstatue des Gottes Amun.

  • Neues Museum Bodestr. 1-3, Mitte, Di–So 10–18 Uhr, 14/ 7 €, bis 18 J., ALG II + 1. So/ Monat frei, Tickets hier, bis 7.3.23

Thilo Heinzmann

Ausstellungsansicht Thilo Heinzmann: “playing slowies”, neugerriemschneider, Berlin © neugerriemschneider, Berlin / courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin / photo by Jens Ziehe, Berlin

Er malt, als sei er bestens mit den Gesetzen des Kosmos und des Zufalls vertraut. Chaos und Poesie halten sich in den großen, filigran gesprenkelten Gemälden von Thilo Heinzmann, Kunstprofessor an der Universität der Künste (UdK), die Waage. Der 2018 verstorbene isländische Komponist Jóhann Jóhannsson widmete dem Berliner Maler einmal ein Streichquartett in zwölf zarten Sätzen – die vielleicht mehr über Heinzmanns Bilder sagen als Worte (Jóhannsson: „12 Conversations with Thilo Heinzmann“ – hier anhören)

  • Galerie Neugerriemschneider Pfefferberg Christinenstr. 18–19, Prenzlauer Berg, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 18.3.23

Klasse und Masse

Matrize für eine thronende weibliche Figur mit moderner Ausformung, 480-470 v. Chr., © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Kramer

Auf ihnen wurde fast alles festgehalten: Helden und Göttinnen genauso wie der Vorgang des Brotbackens. Das Team des Alten Museums würdigt in einer Sonderausstellung Tonfiguren aus dem antiken Griechenland und damit ein unterschätztes Medium. Support erhalten die Kurator:innen von ihren Kolleg:innen im Neuen Museum nebenan. Dort stellt die in Berlin arbeitende Künstlerin Uli Aigner aus, die in ihrem Leben eine Million weiße Porzellangefäße herstellen will.

  • Altes Museum Am Lustgarten, Mitte, Di–So 10–18 Uhr, 10/ 5 €, bis 18 J., ALG II + 1. So/ Monat frei, bis 2.7.23

Escribir todos sus nombres

Dora García: “Heartbeat (Mapa)”, 1999, Collage und Acryl auf Papier, 150 × 220 × 4 cm, Papier 148 × 218 cm,
Foto: Archivo Helga de Alvear | Joaquín Cortés / © Dora García

Bis 1975 herrschte der Diktator Franco über Spanien. Doch bereits um 1960 begannen Künstlerinnen, ihren Alltag und das Leben im Land kritisch zu thematisieren. In Gemälden genauso wie Collagen, Makramee-Arbeiten und drastischen Fotografien. Lola Hinojosa vom Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid kuratiert im Palais Populaire die neue Überblicksschau über 60 Jahre Schaffen Künstlerinnen in Spanien: „Schreibt all ihre Namen“, lautet ihr Titel.

  • Palais Populaire Unter den Linden 5, Mitte, Mi–Mo 11–18, Do bis 21 Uhr, bis 27.2.23

Humboldt Forum, Teil II

Ansicht des Ausstellungsbereichs „Ein Rundhaus als Spiegel der Welt. Vom Ursprung und Leben der Dinge in Amazonien” des Ethnologischen Museums im Humboldt Forum © Staatliche Museen zu Berlin / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Alexander Schippel

Die erste Teileröffnung des Humboldt Forums 2021 war von Protesten begleitet: Initiativen forderten die Rückgabe in Kolonialzeit geraubter Kunstgegenstände. Seitdem sind einige Restitutionen beschlossen worden (wie die der Benin-Bronzen). Ein Muss zu sehen, wie die Kurator:innen mit Rückgaben und Kritik nun im zweiten, im September 2022 eröffneten Teil umgehen.

  • Humboldt Forum Schloßplatz 1, Mitte, Mo, Mi, Do, So 10–23, Fr/Sa 10–22 Uhr, Dauerausstellungen, Eintritt frei, bis auf Weiteres

Maria Lassnig

Maria Lassnig: “Selbstporträt mit Ordenskette”, 1963, Öl auf Leinwand,
© Maria Lassnig Stiftung / VG Bild-Kunst Bonn 2022

Sie erforschte ihren Körper und setzte das, was sie da fand, Schmerz, Lust, Gerüche, Verdauung, in Farben um, die sie in eigenwillig verzerrten Leibern auf Leinwand brachte. Oder auf Papier, wie jetzt im kommunalen Gutshaus Steglitz zu sehen ist: mit Arbeiten aus der Münchner Sammlung Klewan. Maria Lassnig (1919–2014), die ein Jahr in Berlin lebte, zählt zu den Künstlerinnen, die erst im Alter Weltruhm erlangten.

  • Gutshaus Steglitz Schloßstr. 48, Steglitz, Mo–So 10–18 Uhr, bis 26.2.

All Hands On: Flechten

Olaf Holzapfel: „Der geflochtene Garten“, 2022 Foto: Jens Ziehe / © Olaf Holzapfel

Endlich schlägt das Museum für Europäische Kulturen (MEK) wieder mit einer großen Ausstellung auf. „All Hands On: Flechten“ präsentiert Meisterwerke aus Kunst, Handwerk und Design, anonyme Stücke aus Stroh und Rinde genauso wie die neue Arbeit „Der geflochtene Garten“ (Abb.) von Olaf Holzapfel, Teilnehmer der Documenta vor fünf Jahren. Ein willkommener Anlass für eine U-Bahnfahrt nach Dahlem: das auch Biergärten, Buchhandlungen an der Uni, Parks und dem Landwirtschaftsmuseum Domäne Dahlem wenig entfernt vom MEK einen Ausflug wert ist. Perfekt für ein langes Wochenende.

  • Museum Europäischer Kulturen Arnimallee 25, Dahlem, Di–Fr 10–17, Sa/ So 11–18 Uhr, 8/ 4 €, bis 18 Jahre + Berlin Pass frei, Zeitfenstertickets hier, bis auf Weiteres

Michel Majerus

Mit nur 35 Jahren starb Michel Majerus (1967–2002) bei einem Flugzeugabsturz. In seiner kurzen Schaffensphase wurde der Luxemburger Maler und Wahlberliner zu einer prägenden Figur der 90er-Jahre (Abb.). Er vermischte Popkultur und Kunstgeschichte, weitete Malerei von der Leinwand auf den Raum aus, nutzte als einer der ersten digitale Tools. Anlässlich seines 20. Todestages wird sein Werk mit der Ausstellungsreihe „Michel Majerus 2022“ in mehreren Berliner Kunstorten gewürdigt. Zum Auftakt zeigt der Michel Majerus Estate Arbeiten des Künstlers zusammen mit Werken seiner beiden Professoren Joseph Kosuth und K.R.H. Sonderborg.

  • Michel Majerus Estate Knaackstr. 12, Prenzlauer Berg, Sa 11–18 Uhr, bis 18.3.23

Frauen im Bode-Museum

Sie soll die schönste Frau Europas zu ihrer Zeit gewesen sein: Juliette Recamier, Kopie nach Joseph Chinard um 1800
Foto:  Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt
Sie soll die schönste Frau Europas zu ihrer Zeit gewesen sein: Juliette Recamier, Kopie nach Joseph Chinard um 1800
Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt

Es ist ein bisschen wie auf einer Schnitzeljagd. Wir betreten einen Saal im Bode-Museum und halten Ausschau nach dem Hinweis: ein grün-schwarzer Aufkleber mit der Aufschrift  “Der zweite Blick”. Und dann entdecken wir ihn an der Vitrine neben dem kleinen Bronzerelief (1520) von Hans Schwarz, das die Römerin Lucretia beim Selbstmord zeigt. In einer Hand hält sie den Dolch, mit der anderen streift sie das Oberteil herunter, entblößt ihre Brust. Auf dem dazugehörigen Zettel in einem Kasten neben der Vitrine erwarten uns aber kein Rätsel, sondern Aufklärung: über Lucretias tragische Geschichte genauso wie über die Entblößungsgeste, die letztlich nur der erotischen Aufladung der brutalen Szene dient.

So entdecken wir mehr als 60 weitere Frauendarstellungen, überall in der großen Sammlung spätantiker bis klassizistischer Kunst verteilt. Die innovative Ausstellungsreihe „Der zweite Blick” widmet sich in der zweiten Ausgabe der Frau, genauer den Geschichten und Rollenbildern hinter den Werken – und unterzieht diese einer heutigen, kritischen Betrachtung. Auf sechs thematischen Routen lernen wir Frauen aus Europas (Kunst-)Geschichte und Mythologie kennen, aber auch Berlinerinnen von heute wie die Straßensexarbeiter:innen aus der Kurfürstenstraße.


Mehr Kunst und Ausstellungen in Berlin

Wir blicken nach vorne: Die wichtigsten Ausstellungen im Berliner Kunstjahr 2023 im Überblick. Gut zu wissen: Am Museumssonntag ist der Eintritt kostenlos, jeden ersten Sonntag im Monat. Immer gut über das Leben in Berlin informiert: Abonniert jetzt unseren wöchentlichen tipBerlin-Newsletter. Ihr wollt wissen, was in der Gastro-Welt Berlins geschieht? Hier entlang. Unsere Empfehlungen für eure Ohren: Konzerte in Berlin. Tipps und News für Party in Berlin findet ihr in der Club-Rubrik. Nach Feierabend noch was unternehmen? Diese Museen in Berlin sind auch abends länger geöffnet. Immer neue Texte und Tipps findet ihr in unserer Rubrik “Ausstellungen”. Noch nichts vor? Was heute los ist, lest ihr bei den Tageshighlights mit den besten Veranstaltungen in Berlin. Was läuft wann? Hier ist das aktuelle Kinoprogramm für Berlin.

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