Fotografie

Bernard Larsson im Museum für Fotografie

Der Hamburger Fotograf Bernard Larsson kam 1961 zurück aus Paris in ein Deutschland, das gerade vom Bau der Mauer erschüttert wurde.

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Ecke Wolliner / Bernauer Strasse, Westberlin, 1962 © bpk, Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, BERNARD LARSSON

Hatte er zuvor noch ein von Niederlagen in Indochina gezeichnetes Land porträtiert, waren es jetzt das neue deutsch-deutsche Verhältnis und vor allem der Blick auf West-Berlin, den er in seinen situativen, aber immer präzisen Aufnahmen zeigte.  In der Art eines fotografischen Tagebuchs hielt Larsson während eines ganzes Jahres die Demonstrationen fest, endend mit der Aufnahme der gezielten Erschießung des Studenten Benno Ohnsesorg 1967. In der Ausstellung „Leaving is Entering“ stellt Larsson diese Berlin-Aufnahmen in den internationalen Kontext dieser Jahre und schließt den Zyklus mit Bildern aus Warschau, Prag und Budapest.

Museum für Fotografie Jebenstr. 2, Charlottenburg, Di–So 11–19, Do bis 20 Uhr, bis 8.1.17

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