Ausstellungen

„The Botticelli ?Renaissance“ in der Gemäldegalerie

„I’m your Venus, I’m your Fire, what’s your Desire?“, fragten die niederländischen Pop-Rocker „Shocking Blue“ in ihrem Venus-Song schon 1969. 15 Jahre bevor Andy Warhol seine farbprächtige Version der Venus malte. Die Basis gelegt für die Faszination für die schaumgeborene Göttin in der Pop Art hat wohl ein anderer Mann schon 500 Jahre früher: Sandro Botticelli (1445-1510).
Dass Botticelli lange ignoriert wurde und erst im 19. Jahrhundert sein Revival feierte, ist schwer vorstellbar. So sehr hat sich  seine Venus in unser kulturelles Gedächtnis eingebrannt, tausendmal imitiert, umspielt und kommentiert, wie hier in David LaChapelles inszeniertem Foto „Rebirth of Venus“ (Abb.) von 2009. Die Botticelli-Schau geht diesen Pop-Versionen nach, wie auch den grandiosen Originalen. So könnte auch das Kulturforum (nicht gerade das glamouröseste Venue) wieder Venus-Verehrer und anderen Blockbuster-Besuch anziehen.    

Text: SH

Foto: Sandro Botticelli/ Joerg P. Anders/ SMB

Gemäldegalerie Kulturforum, Matthäikirchplatz, Di, Mi+Fr 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr, Sa+So 11–18 Uhr, 24.9.–24.1.16

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