Ausstellungen

Christiane Lünskens in der Galerie Tieck

Christiane LuenskensAus übermalten Fotografien und vielen Schichten von Zei­tungs­papier ist ein Teil der Bilder entstanden, die Christiane Lünskens in der Produzentengalerie Tieck ausstellt. Auch bei ihr steht die Beobachtung am Anfang. Zum Beispiel von Szenen von der Potsdamer Straße, die sie fotografiert hat und anschließend mit malerischen Mitteln etwas überarbeitet und auf die Personen konzentriert. Weil es sich aber um reale Vorbilder handelt, stellt sie ihre Bilder gleichzeitig ins Internet, damit die zufällig fotografierten Modelle sich melden könnten – das wäre natürlich schon ein großer Zufall, wenn zwei Arbeiter, die sie beim Frühstück aufgenommen hat, tatsächlich auf ihre Website stoßen würden. Das Verfahren öffnet vielmehr einen fiktiven Rahmen, der die Bilder als Bestandteil einer großen Kommunikationsmaschine ausweist.

Christiane LuenskensChristiane Lünskens hat in der Kommunikationsbranche gearbeitet, und das scheint sich in ihrem Ansatz nie­derzuschlagen: Ihre Bilder und Collagen wollen Teil eines Austauschprozesses von Geschichten sein, wie er sich ständig zwischen Kollegen oder Freunden im Gespräch ereignet, in Mails und Telefonaten und nun in Bildern.

Text: Katrin Bettina Müller

(Annehmbar)

Christiane Lünskens

Galerie Tieck, Tieckstraße 28, Mitte,
Do+Fr 15-19 Uhr, Sa 11-17 Uhr,
bis 31.1.2009

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