Ausstellungen

„Conceptual Tendencies 1960s to Today II“ bei Daimler Contemporary

Daimler_antunes_modo_de_usar11_c_DavidBrandt_KuenstlerhausBethanienBerlinVon der Decke hängen Fäden, an den Wänden weiße Raster-Bilder. Aktuell sind bei Daimler Contemporary Werke von Altmeistern und Nachwuchskünstlern minimalistischer Konzept-Kunst zu sehen, darunter Sol LeWitt, Fred Sandback und Sandra Peters. Die Arbeiten des Amerikaners Brian O’ Doherty, Jahrgang 1929, der in jüngster Zeit als einer der Begründer der Conceptual Art ins Blickfeld rückte, und der 1976 in Kattowitz geborenen Bildhauerin Natalia Stachon wurden erst kürzlich für die Daimler Kunstsammlung angekauft. Von Stachon sind ein Plexiglaskubus, am Boden liegende Doppel-T-Träger und schwebende Plexiglasröhren neben Fotos von Gordon Matta-Clark, die sie bearbeitet hat, zu sehen. Auch einige der „Daily Paintings“ von Wolfgang Berkowski zählen zu den neu erworbenen Werken. „It’s so exciting to have things that don’t look like what everybody else has“, schrieb er am 12.1.2011 auf schwarzen Untergrund.

Dazu gehört eine mit vertikalen, schwarzen Linien versehene weiße Leinwand – jeden Tag anders „gemalt“. Das erinnert an die Strategie Roman Opalkas, der Zahlen fortschrieb und dazu den Alterungsprozess seines Gesichtes in Relation setzte. Von derlei Aussage sind die Arbeiten, die Sammlungsleiterin Renate Wiehager versammelt hat, weit entfernt. Es geht um das Erspüren des Raumes und das Erfassen von Volumen. Manchmal um weniger als das. Stan Back, der 2008 auf einer Mittelamerika-Reise verschwand, repetierte zeichnend Gitterkästchen, die er seriell aneinanderreiht. Da hält der Betrachter rasch nach anderen Arbeiten Ausschau. Farbtupfer allerdings sind rar. Ein bisschen langweilig ist das schon, und spröde dazu.

Text: Andrea Hilgenstock#

Foto: David Brandt / Künstlerhaus Bethanien Berlin

tip-Bewertung: Annehmbar

Conceptual Tendencies 1960s to Today II Daimler Contemporary, Haus Huth, Alte Potsdamer Str. 5, Tiergarten, tgl. 11–18 Uhr, bis 22.9.

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