Ausstellungen

„Das ?20. Jahrhundert sagt Danke!“ von Stefanie Dörre

Das für eine wunderbare Überraschung: Der Bund bewilligt 200 Millionen Euro für ein Museum der Moderne. Damit kann endlich die Kunst des 20. Jahrhunderts in Berlin so präsentiert werden, wie sie es verdient. Viele Werke von Kirchner, Dix, Grosz, Liebermann, Klein, Tübke, Kippenberger sind aktuell im Depot, weil die Ausstellungsfläche in der Neuen Nationalgalerie zu klein ist und dort die Werke der hauseigenen Sammlung bislang im Dreischichtsystem präsentiert werden. 2020, dann soll der Neubau fertig sein, können wir dann ein ganzes Jahrhundert Kunst in einem Durchgang durchqueren – inklusive der Sammlung Pietzsch, die jetzt, da Raum geschaffen wird, in Berlin bleibt. Und noch ein Riesenproblem in der Berliner Kulturlandschaft könnte das Museum der Moderne lösen: die Brache am Kulturforum. Von Hans Scharoun großzügig geplant, ist es trotz des schönen Namens kein städtischer Platz, sondern eine zugige Ecke. Es sieht ganz so aus, als hätte Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit ihrer Idee überzeugt, das neue Museum nicht hinter die Neue Nationalgalerie zu setzen, sondern nach vorne an die Potsdamer Straße. Vielleicht wird der geplante Bau das Kulturforum ja zu einer urbanen Einheit machen.

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