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Der phänomenale Maler K.?O. Götz in der Neuen Nationalgalerie

Karl_Otto_Goetz_Giverny_VII_c-VGBild-KunstBonn_OlafBergmanWittenSchon früh hat Karl Otto Götz – Jahrgang 1914, Richter, Sigmar Polke und Gerhard Graubner waren seine Schüler – zu dieser Technik gefunden, als er seinem kleinen Sohn Axel Kleisterfarbe anrührte. Mit unterschiedlich großen Pinseln schuf er fortan geniale informelle Gebirge aus Farbe und Form. Was für einmalige, bahnbrechende Bilder dieser K. O. Götz gemalt hat, das kann man nun in der Neuen Nationalgalerie erleben. Mit Wucht und Kalkül hat er die Farbe eingesetzt.

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„Große Ruhe und hohe Geschwindigkeit“ – dies war das Rezept seiner Bildfindung. Er schleudert mit dem Rakel Spuren in das noch nasse, dünnflüssige Malmaterial ein, sodass sich Fond und Faktur und damit Positiv und Negativ durchdringen. Mit dieser Arbeitsweise will Götz jedoch kein Psychogramm im Sinne einer „Йcriture automatique“ offenlegen, da die einzelnen Arbeitsschritte von ihm bewusst gesteuert und die Bildideen oft eine längere Zeit vorbereitet sind. Bereits 1954 beginnt Götz damit, seine Mal- und Rakelrhythmen im Rahmen einfacher Bildschemata zu realisieren. Sie verschmelzen widerspruchslos mit den Prinzipien der Formsprengung und Formauflösung.

Text: Martina Jammers

Foto: VG Bild-Kunst Bonn / Olaf Bergman Witten

tip-Bewertung: Herausragend

K.O. Götz Neue Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, Tiergarten, Di, Mi, Fr 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr, bis 2.3. (24.+31.12. geschlossen)

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