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„Die Bauhäuslerin Benita Koch-Otte“ im Bauhaus Archiv

Koch-Otte_c_Bauhaus-Archiv_Berlin_c_HeinrichKoch_Bauhaus-ArchivBerlinIhre größte Arbeit, der 315×315 Zentimeter messende Zackenteppich für Gropius’ Direktorenzimmer im Weimarer Bauhaus, scheint bedauerlicherweise verschollen. Man sieht in ihren Arbeiten deutliche de-Stijl-Anklänge, aber keine platten Adaptionen. „Ich liebe so sehr Mondrian“, schwärmte Koch-Otte. „Aber nicht wie ein Gesetz. An seiner Kargheit wird die Fülle reicher.“ Die Grenze zum Figürlichen durchbricht sie in ihrer „Komposition von Vögeln“, einem Aquarell, das die luziden Traumwelten Paul Klees aufgreift. Auch bei Koch-Otte genügen wenige Halbkreise, um die Kuppeln einer nordafrikanischen Stadt anzudeuten. Unverdientermaßen fokussierte sich bisher die Ausei­nandersetzung mit Weberinnen am Bauhaus auf Gunta Stölzl. Doch ihre Freundin Benita Koch-Otte – nun im Bauhaus-Archiv wiederzuentdecken – ist ihr absolut ebenbürtig.

Text: Martina Jammers

Foto: Heinrich Koch/bauhaus-Archiv Berlin

Die Bauhäuslerin Benita Koch-Otte Bauhaus Archiv, 20.6.–27.8.

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