Ausstellungen

Die Lange Nacht der Museen 2014

Ein Ticket für 80 Museen: Die Lange Nacht der Museen ist einfach die Gelegenheit, endlich ein paar Ausstellungen anzuschauen, die man schon lange sehen wollte. Von den Klassikern auf der Museumsinsel bis zum me Collectors Room hat das Nacht-Event auch Kunstfans viel zu bieten: Man kann sogar Ateliers durchstreifen und zuschauen, wie Gemälde entstehen. Außerdem gibt es maßgeschneiderte Führungen: Eilige bekommen nur die Highlights zu Gesicht, Kenner überrascht man mit versteckten Details. 2014 gilt das Ticket sogar noch länger als bisher: Es gewährt auch am Sonntag, einen Tag später, freien Eintritt, pünktlich zum Internationalen Museumstag. Gut so, denn meist nimmt man sich ja zu viel vor für diese einzige Nacht.

Highlights

Kunst in Berlin: Die Fotoausstellung „Behind the Scenes“ eröffnet und gewährt einen Einblick hinter die Kulissen des Arbeitsalltags der Mitarbeiter der Berlinischen Galerie. Der Kurator persönlich führt durch „This Sweetness Outside of Time“, die Retrospektive zum Werk Dorothy Iannones. Die Gemälde, Texte und Bücher der in Berlin lebenden US-Amerikanerin, die eine Vorreiterin für die sexuelle und intellektuelle Emanzipation der Frau ist, gelten als herausragende Beispiele der feministischen Kunst.
Berlinische Galerie? Alte Jakobsstr. 124 -128, Kreuzberg

Vom Pong-Automat bis zum 3-D-Spiel: Innerhalb von 60 Minuten zeigt die weltweit einzigartige Dauerausstellung die 60-jährige Entwicklungsgeschichte der Computerspiele. Die Guides laden die Besucher zu einer digitalen Zeitreise ein: von Klassikern wie „Pong“ oder „Super Mario Bros“ bis hin zur virtuellen Welt der Zukunft. Die über 300 Exponate, darunter rare Originale wie der Apple II, mit dem die Heimcomputerindustrie begründet wurde, beleuchten die Welt des spielenden Menschen im 21. Jahrhundert.
Computerspielmuseum? Karl-Marx-Allee 93a, ?Friedrichshain

Ostalgie zum Anfassen: Das DDR Museum gehört zu den meistbesuchten Museen Berlins. Auf amüsante Weise erlaubt das Museum den Blick auf den Alltag in der DDR, die Stasi und die Mauer. Während der Langen Nacht können Besucher ihre Erinnerungen von der Spaltung Berlins erzählen. Und in der interaktiven Ausstellung sind alle Sinne vonnöten. Exponate verbergen sich hinter Schubladen, Schränken oder Türen, die Küche riecht original nach DDR und der Trabi lädt zur virtuellen Rundfahrt durch den Arbeiter und Bauernstaat ein.
DDR Museum? Karl-Liebknecht-Str. 1, Mitte

Eine kulinarische Reise: Führung und Mitmachexperimente Führungen wie „Speisekammer des Lebens – Führung durch die Spinnensammlung“, „Lorbeer, Sternanis und Pfeffer – seit 100 Millionen Jahren auf dem Markt“ und „… schmeckt wie Schwein: Gürteltier und andere Spezialitäten aus der Wildküche“ vereinen Wissenschaft und Gaumenfreuden. Bei diesem wissenschaftlich-kulinarischen Abend erwarten den Besucher Mitmachaktionen, Buchvorstellungen, Informationsstände und Führungen hinter die Kulissen.
Museum für Naturkunde? Invalidenstr. 43, Mitte

Das barocke Berlin: Das 2006 komplett umgebaute Museum beherbergt die Skulpturensammlung, das Museum für Byzantinische Kunst und ein Münzkabinett. Anlässlich des 300. Todesjahres des Barockkünstlers Andreas Schlüter präsentiert eine Sonderausstellung insgesamt 230 Skulpturen, Gemälde und Grafiken. Die kunstgewerblichen Arbeiten lassen das barocke, inzwischen verloren gegangene Zentrum Berlins wiedererstehen. Workshops und Konzerte führen tiefer in dieses Thema hinein.
Bode-Museum ?Am Kupfergraben 1, Mitte

Künstler des Jahres: Aktuell zeigt die Deutsche Bank KunstHalle die Einzelausstellung des rumänischen Malers Victor Man. Seine kleinformatigen, abstrakten Gemälde überzeugten die hauseigene Jury, die ihn zum „Künstler des Jahres“ wählte. Im Rahmen eines speziellen Familienprogramms kann bei einer Schnitzeljagd das Gebäude sowie die Ausstellung erkundet werden. Es gibt Verlosungen, spezielle Führungen und um 22 Uhr ist der dokumentarische Kurzfilm „Toute la mйmoire du monde“ (1956) von Alain Resnais zu sehen.
Deutsche Bank Kunsthalle ?Unter den Linden 13-15, Mitte

Die Erschaffung der Welt: Um nichts weniger als um die Erschaffung der Welt dreht sich die derzeitige Sonderausstellung. Denn davon zeugen die seltenen Handschriften und Manuskripte aus der Sammlung des Schweizers Renй Braginsky. Über spirituelle und weltliche Aspekte der jüdischen Kultur erfährt man mehr in der kurzweiligen Führung „Von der Bibel zum Bagel“, etwa was Honig mit dem hebräischen Alphabet verbindet. Wer zuerst kommt, wird belohnt: Die ersten 1?000 Gäste erhalten ein Rugelach und eine Granatapfelsirupschorle.
Jüdisches Museum? Lindenstr. 9-14, Kreuzberg

Kulturforum
: Neben dem Lustgarten ist das Kulturforum Dreh- und Angelpunkt der Langen Nacht der Museen. Vier der sechs Shuttlebuslinien starten und enden hier. Zudem sind mit der Neuen Nationalgalerie, Kunstbibliothek, Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett und dem Musikinstrumenten-Museum fünf bedeutende Kunstorte an einem Platz versammelt, die alle mit besonderen Programmen aufwarten. Dazwischen wird unter freiem Himmel ein geselliges Fest stattfinden.
Kulturforum Potsdamer Platz?Matthäikirchplatz, Tiergarten

Foto: Sergej Horovitz

Lange Nacht der Museen in Berlin“ verschiedene Orte, Sa 17.5. 18–2 Uhr, www.lange-nacht-der-museen.de, Ticket 18/12 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei

Mehr über Cookies erfahren