Ausstellungen

Die Riess in der Berlinischen Galerie

RiessSie bewegte sich in illustren Kreisen. Künstler, Diplomaten, Schauspieler und Sportler folgten ihren „Einladungen zum Tee“ ins Studio am Kurfürstendamm, und die Riess, wie die 1890 geborene Fotografin Frieda Riess respektvoll genannt wurde, porträtierte sie. Mal verklärt mystisch, dann wieder fast ikonisch und dabei doch stets lebendig.

Von Gottfried Benn und Asta Nielsen bis Max Liebermann und Emil Jannings, die heute fast vergessene Künstlerin lichtete in den 20er Jahren das Who’s Who der Weimarer Republik ab. Denn während sich ihre männlichen Kollegen wie Edward Steichen oder Hugo Erfurth in Säulenheilige der modernen Fotografie verwandelten, verlieren sich die Spuren der Riess zu Beginn der 30er Jahre, und ihr Werk landete in dunklen Archiven. Das Verborgene Museum in der Berlinischen Galerie widmet ihr nun eine längst überfällige Retrospektive.

Text: Jacek Slaski

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