Ausstellungen

„Doppeltes Berlin“ im HKW Auditorium

doppeltes_berlin_logo„Zum Beispiel steht der Kongresshalle West, die dann zum Haus der Kulturen der Welt wurde, die Ost-Kongresshalle gegenüber. Und das gesamte Interbau-Hansaviertel war die westliche Antwort auf den Sozialistischen Klassizismus der Stalinallee. Der Humboldt-Universität folgte die Freie Universität, der Volksbühne die Freie Volksbühne, und als rund um den Zoo und die Gedächtniskirche das moderne Stadtzentrum Westberlins Gesicht angenommen hatte, zog Ostberlin mit den Bauten um den Alex nach“, sagt Gründungsmitglied Tobias Hönig. „Und selbst die reinen Massen-Wohnprojekte in Marzahn und Hellersdorf finden sich gespiegelt im Westen im Märkischen Viertel wieder“, ergänzt Arno Brandlhuber.

Obwohl diese These des ideologischen Wettrüstens innerhalb einer geteilten Stadt eben so interessant wie einleuchtend ist, gibt es bisher keine wirklich zusammenfassende Arbeit darüber. Das will die Initiative jetzt ändern, dafür wird sie in der aktuellen Ausstellung im HKW um weitere Mitstreiter werben. „Es ist uns wichtig, dass es ein Projekt von vielen wird“, so Tobias Hönig. Weitere Vorschläge von Architektur-Dopplungen für eine Weltkultur-Erbe-Bewerbung seien willkommen. So soll ein möglichst breites Interesse für dieses weltweit einzigartige Phänomen innerhalb der Nachkriegsmoderne geweckt werden.

Kongress Initiative Weltkulturerbe „Doppeltes Berlin“ HKW Auditorium, 1.9., 11–16 Uhr, www.doppeltes-berlin.de (ab 1.9) 

„Between Walls and Windows“ – Architektur und Ideologie

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