Ausstellungen

Dorothy Iannone in der Galerie September

Galerie Septmeber Foto_Dorothy_Iannones

Die Galerie September, deren Gründer Oliver Koerner von Gustorf Iannones großzügige Öffnung der privaten Schauplätze des Eros schon für eine Ausstellung im Sprengel Museum Hannover sehr schön beschrieben hat, zeigt eine Auswahl ihrer Gemälde und Videoboxen. In ihnen hat die amerikanische Künstlerin Aufnahmen von sich in Momenten sexueller Erregung in gemalte Szenerien eingefügt.

Die Themen ihrer Bilder sind dabei in allen Medien miteinander verbunden und mit einer autobiografischen Erzählung verknüpft, die die unterschiedlichen Stadien des Verliebtseins als die intensivsten Momente des Lebens schildert. „Kunst ist die Welt, die ich erschaffen habe, die mich nie im Stich lässt, eine Welt, in die ich zurückkehren, dort lächeln und unsterblich sein kann“, hat sie in eines ihrer Bilder aus den 70er Jahren geschrieben, und damit weist sie sich als bewusste Regisseurin ihrer Erinnerungen aus.

Gerade der Mut, mit dem sie Fiktion und Wunschbilder ernst nimmt auf dem Weg, aus tradierten Rollenmustern auszusteigen, macht sie so attraktiv für nachfolgende Generationen, wird doch heute der Raum des Imaginären wieder verengt und mit einer vermeintlichen Macht des Faktischen immer häufiger beschnitten. Schon deshalb kann man sich auf ihre Ausstellung freuen, die am 5. September eröffnet wird.

Text: Kathrin Bettina Müller

Homepage Galerie September

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