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Fotoausstellung: „alongside“ in der Neuen Schule für Fotografie

TrampelpfadeLandschaftsplaner denken an vieles bei der Gestaltung von Grün­flächen: Symmetrie, Perspektive und Harmonie sind wesentliche ­Bestandteile ihrer Arbeit. Dann kommt der Mensch mit seinem Drang, unter allen Umständen den kürzesten Weg zu nehmen – und das am liebsten kompromisslos mittendurch. Das Ergebnis ist ein platt ge­trampelter Weg durchs perspektivisch angelegte Grün, eine grau­braune Spur menschlicher Effizienz in der schönen Symmetrie. Dieser kleinen Alltagsrebellion auf dem Weg zur Bushaltestelle können sich die ­wenigsten Menschen entziehen – ist erst einmal der Anfang gemacht, wird der Trampelpfad schnell von der Notlösung zu einer ­Tat­sache.
Der Mensch optimiert seine Umgebung halt gern, er passt sie seinen Bedürfnissen an – mag der Landschaftsplaner denken, was er will.

Dem Fotografen Moritz Zeller sind bei seinen Fahrradtouren in Berlin einige dieser eigenmächtigen Optimierungen aufgefallen und er hat sie für seine Abschlussarbeit an der Neuen Schule für Fotografie dokumentiert. Die Beharrlichkeit, mit der Menschen die ihnen zugedachten Wege ignorieren, ist allerdings kein reines Berliner Phänomen. Zeller wurde bei seiner Recherche überall in Deutschland fündig. Seine Serie „Abkürzungen“ ist ab dem 8. März zusammen mit den Abschluss­arbeiten von sieben seiner Kommilitonen unter dem Titel „alongside“ zu sehen.

Text: ib
Foto: Moritz Zeller

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Fotoausstellung, Neue Schule für Fotografie, Brunnenstraße 188-190, Mitte,
Eröffnung: Fr 8.3, 19 Uhr, ­
bis 7.4. ,
www.alongside-ausstellung.de

 

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