Malerei

Fred-Thieler-Preis für Malerei 2017: Christine Streuli

Die näheren Umstände dieser Explosion wird man nicht mehr herausfinden können, weil Christine Streuli das Bild aus einer Zeitung ausgeschnitten und zu einem Teddybären oder Teufel verfremdet hat

Foto: Jens Ziehe, Berlin / Christine Streuli

Es stammt aus der Collagen-Serie „Anything but the World“ (2002-2003), für die Streuli von ihr kontextlos gemachte Kriegsfotos mit grellen Folien beklebte. Ein frühes Werk. Wobei sie das Thema Krieg in ihren aktuellen Arbeiten mit Tarnmustern wieder aufgreift, doch jetzt in großformatigen Gemälden. Ihre Schlachten mit Farben, Mustern und Zitaten aus der Werbeästhetik sind wahnwitzige Experimente, die an die visuelle Schmerzgrenze führen. Die 1975 geborene Schweizerin lebt, nach Stationen u.a. in New York und Kairo, jetzt in Berlin und lehrt an der UdK.

Fred-Thieler-Preis für Malerei 2017  Berlinsche Galerie, Alte Jakobstr. 124-128, Kreuzberg, Mi–Mo 10–18 Uhr, 18.3.–9.10.

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