Universalgenie

Friedrich Kiesler im Martin-Gropius-Bau

Auf Visionen gebaut: Jetzt wird wiederentdeckt: Eine Einzelausstellung würdigt den Bühnenbildner, Architekten, Designer und Künstler Friedrich Kiesler

Foto: David Harris, Israel © Friedrich Kiesler Stiftung

Kenne Sie den Correalismus?  Noch nicht? Aber bald! Denn Friedrich Kiesler (Abb.), Begründer dieser Theorie einer genauen Beobachtung menschlicher Verhaltensweisen und Bewegungsabläufe mit dem Ziel, die Gestaltung von Gebrauchsgegenständen und damit die Lebensverhältnisse grundlegend zu verbessern, steht vor der Wiederentdeckung. Kiesler (geboren 1890 in Czernowitz, gestorben 1965 in New York) war vor allem Bühnenbildner,  aber auch Architekt, Künstler, Designer und Theoretiker. Er hat für Peggy Guggenheim Ausstellungsräume gestaltet, ein Jahr lang Marcel Duchamp in seinem Apartment wohnen lassen, mit dem „Endless House“  eine – wenn auch unrealisierte – Ikone der visionären Architektur geschaffen. Es ist die Idee der Ganzheitlichkeit, die ihn so faszinierend macht, dass die Berliner  Festspiele ihn jetzt in einer Einzelausstellung vorstellen.

Friedrich Kiesler im Martin-Gropius-Bau Niederkirchnerstr. 7, Kreuzberg, Mi–Mo 10–19 Uhr, 11.3.–11.6.

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