Ausstellungen

Friedrich Sarre im Pergamonmuseum

Friedrich Sarre im Pergamonmuseum

Der erste Direktor des Islamischen Museums, Friedrich Sarre, gehörte auch zu den ersten, die sich in Deutschland überhaupt mit der „Kunst des Orients“ beschäftigten. Neben der Museumsarbeit nahm Sarre an Ausgrabungen teil,  zum Beispiel ab 1911 im irakischen Samarra.  Daheim in Berlin brachte er dann eine gehörige Portion seiner Orient-Begeisterung bis in die Bürgersalons des Kaiserreichs. Die Ausstellung „Wie die islamische Kunst nach Berlin kam“ würdigt ihn entsprechend als unermüdlichen Vermittler und Netzwerker, vorallem entlang der Achse Berlin-Istanbul vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Sie unterschlägt aber auch problematische Verbindungen wie die zu Verantwortlichen des Völkermords an den Armeniern nicht. In der Sonderausstellung sind Fotografien, wichtige Ankäufe und Schenkungen aus Sarres Zeit sowie seine Sammlungen persischer und indischer Malerei zu sehen.  

Text: Iris Braun

Foto: bpk / Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Bernd Kuhnert

Museum für Islamische Kunst
im Pergamonmuseum, Bodestr. 1–3, Mitte, Mo–So 10–18, Do bis 20 Uhr, 23.10.–24.1.2016

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