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Germaine Krull im Martin-Gropius-Bau

Germaine Krull im Martin-Gropius-Bau

Ab 1925 war Germaine Krull die Fotografin der Pariser Kulturschickeria und der Intellektuellen. Sergei Eisenstein, Jean Cocteau und Walter Benjamin zählten zu ihren Fans und ließen sich auch von ihr ablichten.  Dabei begann Krull mit 21 Jahren im piefigen München als Akt-Fotografin. Ihr eigentlicher Durchbruch in Sachen Fotografie ist eng mit der Stadt Berlin verkoppelt, wo sie am Ku? Damm ihr Atelier hatte. In Paris wandte sie sich technischen Themen zu: Eifelturm, Häfen und Industrie.  Sie experimentierte mit Mehrfachbelichtung und Collagen. Im Alter schloss sie sich den Anhängern des Dalai Lama in einem nordindischen Tempel an. Später wurde sie Hotelmanagerin in Bangkok und starb nach abenteuerlichem Leben 1985 fast vergessen in Wetzlar. Krasses Kino, Frau Krull!  Endlich gibt? s eine Retrospektive.   

Text: SH

Foto:
Estate Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen

Martin-Gropius-Bau Niederkirchnerstr. 7, Kreuzberg, Mi–Mo 10–19 Uhr, 15.10.–31.1.2016

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