Ausstellungen

„Gesucht: ?großer Wurf ?für kleinen Raum“ von Iris Braun


Und wie erwartet, und befürchtet, ist der Wettbewerb auf ein Baufeld beschränkt, auf das von Kulturstaatsministerin Monika Grütters favorisierte Baufeld an der Potsdamer Straße. Weltweit sollen sich jetzt Architekten an der Quadratur des Kreises versuchen. Sie sollen einerseits genau dort ein Museum schaffen, das dem Bestand der Nationalgalerie plus den hochkarätigen Sammlungen Pietzsch, Marx und Marzona gerecht wird. Und gleichzeitig soll der Bau „die Erreichbarkeit aller bestehenden Bauwerke des Kulturforums deutlich stärken“ sowie ein architektonischer Entwurf sein, der „dem Ort seine entscheidende Prägung für die Zukunft verleiht“ wie die Senatsbaudirektorin es wünscht. Halleluja!
Der umgebende Ort (daran darf man vielleicht doch noch mal erinnern) ist einer der sperrigsten und trostlosesten Kulturorte überhaupt. An seiner Gestaltung und Nichtgestaltung haben sich schon einige Planer abgearbeitet. Der Bund Deutscher Architekten und auch die Architekten­-?kammer Berlin haben sich bereits deutlich für einen standortoffenen Ideenwettbwerb ausgesprochen, bei dem zumindest die Chance besteht, Neubau und (!) Kulturforum zu gestalten. Ein Museum für 200 Millionen Euro zu bauen ist sicher eine reizvolle Aufgabe – das misslungene Ensemble Kulturforum aber auf einer vorgegebenen, von Fachleuten als ungeeignet eingeschätzen Fläche gleich mitretten zu müssen, ist es sicher nicht.“

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