Anime-Kunst

Gezeichnete Dystopien

Nichts bestimmt die Stimmung eines Filmes so wie das Hintergrund-Setting. Die Tschoban-Foundation zeigt jetzt Großmeister des Anime-Genres

Animearchitektur
Illustration Hiromasa Ogura / Copyright 1995 Shirow Masamune / KODANSHA · BANDAI VISUAL · MANGA ENTERTAINMENT Ltd.

Spätestens seit „Blade Runner“ ist der Hintergrund bei Science-Fiction-Filmen von immenser Bedeutung: Das düstere Setting setzt die Stimmung, die heruntergekommenen Post-Industrie-Silhouetten machen lange Erklärungen über den Zustand der Menschheit überflüssig.
Ganz vorne bei der Entwicklung solcher Hintergrund-Szenarien sind die Filme des japanischen Anime. Der Fokus der Ausstellung in der Tschoban Foundation liegt entsprechend auf den zeichnerischen Darstellungen großstädtischer Architektur, enstanden  für die Filme „Patlabor“, „Ghost in the Shell“ und „Ghost in the Shell 2“. Die Ausstellung präsentiert Werke von Hiromasa Ogura, Mamoru Oshii, Atsushi Takeuchi und Takashi Watabe, die alle fast ausschließlich per Hand zeichnen. Papier, Bleistift und Pinsel  sind ihre Werkzeuge, Computergrafiken  werden erst spät miteinbezogen. 

Tchoban Foundation Christinenstraße 18a, Mitte, Mo–Fr 14–19, Sa+So 13–17 Uhr, bis 16.10

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