Berlin Art Week

Goshka Macuga im Schinkel Pavillon

Goshka Macugas Humanoider Roboter nähern sich der menschlichen Existenz im Zuge in weniger sinnlichen, aber doch sehr greifbaren Bildern

Schinkel Pavillon, Goshka Macuga,  Now this, is this the end… the end of  the beginning or the beginning of the  end? (part 2), © Goshka Macuga
Schinkel Pavillon, Goshka Macuga, Now this, is this the end… the end of the beginning or the beginning of the end? (part 2), © Goshka Macuga

Natürlich sind die beiden Messen abc und Positions ein Muss, auch wenn leider der Anteil an Künstlerinnen gegenüber ihren männlichen Kollegen nur ein Drittel beträgt. Deshalb sei auf zwei spannende Künstlerinnen hingewiesen, die in der Schering Stiftung und im Schinkel Pavillon ausstellen. Beide widmen sich mit wissenschaftlichem Eifer der Frage unseres Seins als menschlicher Wesen durch die Verschmelzung mit anderen Lebensformen. Yvonne Roeb kreiert mit ihren Skulpturen eine Welt voller Mischwesen, die an Urviecher oder biologische „Unfälle“ erinnern. Es sind Gestalten, die sich aus Träumen und Mythen materialisiert zu haben scheinen. Die polnische Kollegin Goshka Macuga nähert sich der menschlichen Existenz im Zuge seiner wissenschaftlichen Errungenschaften in weniger sinnlichen, aber doch sehr greifbaren Bildern. Eines davon ist ein humanoider Roboter, der im Oktagon des Schinkel Pavillons sitzt und Fragen formuliert über die menschliche Existenz, Endlichkeit und Neuerfindung. Also einer, der sozusagen die menschliche Weisheit mit Löffeln gefressen hat (natürlich ein bärtiger Mann, aber immerhin in Strumpfhose).

Spannend ist sicher auch die Ausstellung Halil Altınderes im n.b.k., der auf seine ironisch-bissige Art für eine Flüchtlingssiedlung auf dem Mars plädiert. Ein weiteres Muss ist die Beschäftigung mit den diesjährigen Projektraumpreisträgern aus der einmaligen und wichtigen freien jungen Kunstszene – hier ist der Künstlerinnenanteil immerhin etwas höher.

Goshka Macuga: Now this, is this the end… Schinkel Pavillon, Oberwallstr, 1, Mitte, bis 2.10., Do–So 12–18 Uhr

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