Ausstellungen

„Istanbul Alphabet – von çokçok bis zikzak“ im Museum der Dinge

Istanbul Alphabet

100 Tage lang war Istanbul die Heimat von Max Borka und Anna Pannekoek. Eigentlich wollten sie sich dort mit türkischem Design beschäftigen, doch bald sind ihnen bei Streifzügen durch die Stadt auch alltägliche Gebrauchsgegenstände aufgefallen. Die oft quietschbunten Pümpel, also Abflussrohr-Saugglocken, Fliegenklatschen oder Spielzeugautos sind nun im Museum der Dinge zu bewundern, gemeinsam mit einer Auswahl an Werken von jungen türkischen Designern. Die Lieblingsobjekte der Kuratoren sind bunte Plastikkaninchen, die sie einem Straßenhändler abgekauft haben. Sie können springen, wenn man sie aufgezogen hat. „Istanbul Alphabet“ ist eine sehr persönliche Ausstellung, die Kuratoren sind stets selbst im Museum anzutreffen, um mit den Gästen bei einem Glas Tee über Istanbul zu diskutieren, die Objekte zu erläutern und ihre Impressionen der Stadt zu schildern. Besonders der Optimismus der Menschen in Istanbul habe sie begeistert, gerade derer, die gar keine offiziellen Einwohner der Stadt sind und sich jeden Tag von Neuem ein Leben aufbauen müssen. So, wie der Plastikkaninchenverkäufer.

Text: ijb

Istanbul Alphabet – von çokçok bis zikzak, Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Oranienstraße 25, Kreuzberg, Fr–Mo 12–19 Uhr, Do vormittags nur nach Anmeldung unter Tel. 92 10 63-11 (bis 9.4.), Eintritt: 5/3 Euro, www.museumderdinge.de

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