Beuys

Joseph Beuys: Das Kapital

Das große Environment, das Beuys’ Schaffen zusammenfasst, kommt auf Dauer nach Berlin. Und zunächst in den Hamburger Bahnhof

Foto: Courtesy of Maya Zack and Alon Segev Gallery, Tel Aviv

Mit „Das Kapital Raum 1970–77“ rekapitulierte Jospeh Beuys 1980, sechs Jahre vor seinem Tod, sein eigenes Werk. Auf Schiefertafeln, mit Flügel, Axt und Wasser für Waschungen beschwor er die Einheit der fünf Sinne. Er appellierte an die Souveränität des Individuums und das kreative Potenzial in jedem Menschen: das „Kapital“ des Subjekts.
Das war 1980. In der Multimedia-Epoche stellt sich nun die Frage, ob jedes kreative ­Kapital, das zum Einsatz kommt, nicht nur der Vermehrung von digital erwirtschaftetem monetären Kapital dient. Das muss auch Eugen Blume, vom Hamburger Bahnhof geschwant haben, denn er reichert nun „Das Kapital“ um Kunst zum Thema Wert an, mit Beiträgen etwa von Stan Douglas, Jeff Koons, Bruce Nauman, Melanie Smith und Maya Zacks Film „Mother Economy“ (Abb.).

Hamburger Bahnhof Invalidenstr. 50/51, Tiergarten, 2.7.–6.11., Mi, Mi, Fr 10–18, Do 10–20, Sa/So 11–18 Uhr

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