Ausstellungen

Kassandra – Visionen des Unheils 1914 – 1945 im DHM

Es ist sicher, dass Künstlern seherische Fähigkeiten zugeschrieben werden. Es ist aber ebenfalls sicher, dass Künstler auch nur Menschen sind. Manchmal sind sie allerdings hellhöriger und empfindlicher. Im Gro?en und Ganzen sind sie aber so wie du und ich. Sie haben Visionen und Panikattacken. Und wenn sie danebenliegen, sind sie peinlich berührt. Diese Ausstellung zeigt alle Aspekte des künstlerischen Umgangs mit den Schrecken, die ein Krieg auslöst. Besonders die Künstler zwischen den Weltkriegen wussten noch von dem Unheil, das ein Waffengang auslöst. Sie hatten tatsächlich die Ahnung, dass der Nationalsozialismus Europa verwüsten würde. Sie ahnten und mahnten. Wenn man überhaupt bei diesem Thema über etwas erfreut sein kann, dann ist es die Entdeckung, dass beispielsweise Hannah Höch eben nicht nur die Dadaistin war, die berühmt wurde durch ihre Collagen, sondern auch eine Malerin, die ihre Sorgen und Ängste in Bildern thematisierte. Erschreckend ist aber auch, dass manche Künstler nach dem Zweiten Weltkrieg Bilder malten, in denen sie die Alliierten für die Zerstörung deutscher Städte verantwortlich machen.

Text:
Q.
Foto: Hofer,Kassandra,1936 und Grosz Kain, Hitler in der Hoelle 1944

Kassandra – Visionen des Unheils 1914 -1945

Deutsches Historisches Museum,
Unter den Linden 2/Hinter dem Zeughaus,
tgl. 10-18 Uhr, bis 22.2.2009

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