Ausstellungen

Katja Blomberg im Gespräch

Katja_Blomberg_3_c_Haus_am_WaldseeFrau Blomberg, müssen Sie wirklich bald schließen?
Zum Glück nicht. Wir haben einen Spendenaufruf an die Mitglieder unseres Fördervereins geschickt und diese über unsere finanzielle Situation in aller Offenheit aufgeklärt. Und in weniger als vierzehn Tagen haben wir 40?000 Euro Spenden bekommen. Mit diesem unglaublichen Zuspruch ist unser laufendes Jahr finanziert. Das ist schon fast eine Demonstration bei ungefähr 600 Mitgliedern. Sie haben uns in der Not gerettet.

Sie haben Anfang März auch Lottomittel bekommen.
Ja, aber man muss beide Bereiche trennen. Das eine sind die Betriebskosten, die haben wir durch die Spenden finanziert. Lottomittel beantragen wir immer wieder für unsere Projekte.

Welche Ausstellung planen Sie mit dem Geld?
Ab Anfang Juni zeigen wir „Wie kommt das Neue in die Welt“ mit zehn internationalen Bildhauern aus Berlin: Jeppe Hein, Alicja Kwade, Michael Beutler und andere.

Können Sie jetzt aufatmen?
Nur kurzfristig. Dank der Spenden haben wir für dieses Jahr wieder den Normalzustand erreicht und Zeit gewonnen, um mit Senat und Bezirk über eine langfristige Lösung zu verhandeln. Wir zeigen zeitgenössische Kunst, berlinbezogen und auf hohem Niveau. Ich würde mir wünschen, dass wir eines Tages mehr Geld haben, sodass wir nicht immer fürchten müssen im Waldsee zu ertrinken.

Fragen: Stefanie Dörre

Foto: Haus am Waldsee

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