Ausstellungen

Kunst am Spreeknie

Kunst am Spreeknie

Ende der 1990er-Jahre waren es noch Pioniere, die sich im öden und verrufenen Stadtteil Schöneweide ihr Künstleratelier einrichteten. Die Entwicklung des denkmalgeschützten Industrie-Areals am Spreeufer rund um die Wilhelminenhofstraße zum Künstlerviertel verlief zunächst unbeachtet von der Öffentlichkeit. Erst seit dem 2004 geplanten Ausbau der Reinbeckhallen zum Kunstzentrum und dem Einzug der Hochschule für Technik und Wirtschaft zwei Jahre später kam der ehemalige Problem­bezirk richtig ins Gespräch und rückte mit einem berühmten Musiker und einem aus der Innenstadt vertriebenen Strandclub als neue Nachbarn weiter in den Fokus. Die ortsansässige Künstlerschaft präsentiert sich nun zum siebten Mal mit Ausstellungen und offenen Ateliers und zählte vergangenes Jahr bereits 10?000 Besucher. Schöneweide habe zwar noch ein paar Macken, sei aber im Wachsen, erklärte ein zugereister Künstler vor zwei Jahren, und irgendwann wird’s dann sicher zu teuer für ihn. Im Norden des Bezirks Treptow-Köpenick ist die Gen­trifizierung schon angekommen.  

Text: Constanze Suhr

Foto: Schock Verlag

Verschiedene Orte rund um die Wilhelminenhofstraße sowie Funkhaus Nalepastraße, 10.07., 10 Uhr, ?bis 13.07., 22 Uhr, offene Ateliers Sa 12.07.,13–20 Uhr, So 13.07., 13–18Uhr, kunst-am-spreeknie.de, meinschoeneweide.de

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