Ausstellungen

Kunst aus Südafrika und der Sammlung Daimler

robin rhodeGemeint ist die Begegnung zeitgenössischer Kunst Südafrikas mit Werken junger internationaler Künstler aus der Sammlung Daimler. Ein konzeptuelles Potpourri, das die Neuerwerbungen der Daimler Kunst Sammlung einschließt. Simone Westerwinters „Die Braut“ etwa, ein Fußballtor mit Schleier, lässt weibliche Sehnsüchte und sportive Männerträume aufeinanderprallen. Nicht alle Werke sind so originell, aber die südafrikanischen Newcomer wie der 28-jährige Zander Blom oder die Künstlerin Lerato Shadie, meist in Johannesburg ansässig, ein echter Gewinn. Ihr Wille, Gesellschaftspolitisches auszusagen, und auch ihr Humor sind stärker als bei vielen Kollegen, die oft nur noch die Kunstgeschichte reflektieren. Einige der 16 südafrikanischen Gäste sind über ihre Galerien auf dem Sprung in den internationalen Markt. Doch dort herrscht eine Art von Apartheid, die das Neue zwar gierig verschlingt, aber selten wirklich integriert. So ist es interessant, die Positionen aus Südafrika auch unter dem Aspekt ihrer Eigen-ständigkeit beziehungsweise Angleichung an den globalisierten Kunstmarkt zu betrachten.

Text: Andrea Hilgenstock

Foto: Robin Rhode

Daimler Kunst Sammlung Potsdamer Platz, Alte Potsdamer Straße 5, tgl. 11–18 Uhr, bis 10.10.2010

 

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