Ausstellungen

Kunstkopf (45): Yulia Kazakova

Yulia Kazakovatip Was fasziniert Sie an den untergehenden Industrielandschaften?

Yulia Kazakova Faszinierend finde ich Industrie als ästhetisches Objekt, an dem wir Bewohner der Metropolen jedoch meist vorbeisehen. Die Industrie war einst ein Motor der Entwicklung, jetzt rotten die Anlagen teilweise vor sich hin. Mein Thema ist, wie Industriewelt und Menschenwelt parallel nebeneinander existieren, aber nicht miteinander. Deshalb sind die Menschen in meinen Bildern ganz wichtig, aber sie sind kaum zu sehen, nur angedeutet.

tip Ihre Bilder sind gemalt, doch die Collage ist das Grundprinzip ihrer Arbeit.

Kazakova Meine Industrielandschaften sind imaginäre Räume, die Motive kommen von vorgefundenen Materialen wie Fotos. Ich nehme diese Teile, baue daraus Welten und setzte die Menschen rein. Auch sie kommen aus anderen Bildern, aber alles ist nicht ausgeschnitten, sondern in Acryl gemalt. Weil ich früher grafisch gearbeitet habe, nenne ich meine Arbeit auch malerische Grafik.

Nachgefragt: Stefanie Dörre

Foto: Stefanie Dörre

Yulia Kazakova „Frumpy Future“ Kunstkontor tiefimBlut, Kollwitzstraße 74, Prenzlauer Berg, Di–Sa 13–18 Uhr, bis 24.7.2010

Weitere Kunstköpfe:

 

Mehr über Cookies erfahren