Ausstellungen

Kunstkopf: Bartek Jarmolinski

Bartek Jarmolinski vor seinem Kunstwerktip Warum haben Sie Frida Kahlo porträtiert?
Bartek Jarmolinski Frida Kahlos Gesicht und ihr Name wurden in Werbung für Tequila und Kosmetik benutzt. Das machte sie zum Pro­dukt, das nicht mehr viel mit ihrer Person zu tun hat. Dabei sollte sie doch mit ihrer Kunst und ihrem Werk verbunden werden.

tip Ist das Bild Teil einer Serie?
Jarmolinski Es ist Teil meines Di­ptychons „Santo subito“, das sich mit Pop, Marken und dem Image von Personen beschäftigt. Neben Frida mit dem Herz der heiligen Maria, habe ich Picasso mit dem Herzen des leidenden Christus porträtiert. Auch Picasso wird von vielen eher mit einer Automarke als mit seinem künstlerischen Werk assoziiert.

tip Wie entstehen Ihre Ideen und Arbeiten?
Jarmolinski Meine Ideen entstehen oft beim Fernsehen oder Zeitunglesen. Die Medien sind es, die unsere Realität kreieren und manipulieren. Wir leben in einer Konsumgesellschaft, und ich versuche, mich und meine Gedanken davor zu schützen. Der Künstler ist ja nicht abgetrennt vom Leben. Ich versuche immer, in mich hineinzuhören, das ist die Voraussetzung dafür, beides sein zu können: Schöpfer und Mensch.

Bartek Jarmolinski
Galerie Zero
, Köpenicker Straße 4, Kreuzberg, Mi-Sa 12-18 Uhr,
Eröffnung: 15.11., 20 Uhr, 16.-28.11.2008

Weitere Kunstköpfe:

Hubertus Brand

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