Ausstellungen

Kunstkopf: Clemens Behr

Clemens_Behrtip: Welche Voraussetzungen muss ein Raum erfüllen, damit Sie ihn bespielen?
Clemens Behr: In öffentlichen Räumen suche ich mir Orte mit interessanter Architektur, wo bereits schöne Farben und Muster vorhanden sind, die ich in der Installation aufgreife und neu anordne. Ich arbeite in erster Linie mit einfachen Materialien wie angemalten Pappkartons und Klebeband, versuche aber auch Elemente mit einzubeziehen, die der Ort vorgibt. In einem Wohnraum könnte das ein Teppich, Spiegel oder die Tapete sein.

tip: Die geometrisch angeordneten Pappkartons erinnern an kubistische Werke.
Behr: Die Arbeit „Akt, die Treppe herabsteigend“ von Marcel Duchamp hat mich stark inspiriert. Es ist viel Bewegung im Bild, das finde ich visuell sehr ansprechend. Die Form meiner Objekte ergibt sich aber in erster Linie durch die Technik und das Material. Ich arbeite seit fünf Jahren mit Pappkartons. Die effektivste Möglichkeit, daraus einen Körper zu formen, ist, einen Bogen zu falten. Aus dieser Technik hat sich eine eigene Formensprache entwickelt.


Fragen und Foto:
Steffi Sandkaulen

Simple Is Rare – Clemens Behr und sieben weitere Künstler Neurotitan Gallery im Haus Schwarzenberg, Rosenthaler Straße 39, Mitte, Eröffnung: 9.12., 20 Uhr, Mo–Sa 12–20 Uhr, So 14–19 Uhr, bis 7.1.

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