Ausstellungen

Kunstkopf: Monika Goetz

M-Goetztip: Sie sind von der Fotografie zur Installation gewechselt. Wieso??

Monika Goetz: Das hat sich im Laufe der Jahre entwickelt. Nach dem Studium wollte ich weg von der zweidimensionalen Darstellung, hinein in den Raum. Mich hat interessiert, wie Räume auf Menschen wirken.

tip: Warum tauchen in so vielen Ihrer Werke Spiegel auf??

Monika Goetz: Spiegel spielen mit unserer Wahrnehmung von der Welt und von uns selbst. Sie regen an zu hinterfragen, ob das, was wir sehen, tatsächlich wahr ist und ob es alles ist. Wir sehen die Hülle. Doch was geht im Innern vor? Was sagt das Abbild über die Welt aus?

tip: Ihre aktuelle Installation ist ein Raum, dessen sechs Wände mit Spiegelscherben übersät ist.

Monika Goetz: Durch die Spiegelung wirkt der Raum viel größer, als er ist. Die Wände lösen sich auf und der Betrachter wird ebenfalls in tausend Stücke zerlegt. Der eigene Standpunkt im Raum ist unklar und man hat das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Einige Besucher empfanden die scheinbare Endlosigkeit als befreiend, andere als furchteinflößend.

Nachgefragt: Sophia Lux

Foto: Conny Bosch

Monika Goetz: Fractured Space Georg-Kolbe-Museum, Sensburger Allee 25, Charlottenburg, Di-So 10-18 Uhr, bis 6.2.2011

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