Ausstellungen

Kunstkopf: Moritz Pankok

pankoktip: Welchem Konzept folgt Ihre Galerie?

Pankok: Sie wird die zeitgenössische Kunst der Sinti und Roma aus ganz Europa vertreten, eine solche Galerie gibt es noch nicht. Bekannt ist vor allem die Musik der Minderheit, doch viele ihrer Künstler beschäftigen sich jetzt mit der bildenden Kunst.

tip: Inwieweit bedeutet diese Spezialisierung auch eine Abgrenzung??

Pankok: Natürlich ist es ein bisschen widersprüchlich, dass wir uns für Interkulturalität einsetzen und gleichzeitig ein nationales Thema verfolgen. Aber solange die Minderheit Diskriminierung erfährt, muss man Freiräume schaffen, um von dem Klischee, das ihr anhängt, wegzukommen. Wir wollen zeigen, dass es eine sehr lebendige Kulturszene gibt, wie bei allen anderen Völkern auch.

tip: Sie starten mit der Malerin Lita Cabellut.?

Pankok: Ihre großformatigen Ölgemälde sind figurativ, es ist packend, wie sie die Emotionalität der Dargestellten in die bildende Kunst überführt. Sie hat eine Malweise entwickelt, die reich an Strukturen und dramatischen Effekten ist.

Fragen/Foto: Joscha Blankenburg

„Lita Cabellut – Camarуn“ Galerie Kai Dikhas, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstraße 85C, Kreuzberg, Di–Sa 11–18 Uhr, 27.4.–19.6.

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