Ausstellungen

Kunstkopf: Peter Schulz Leonhardt

Peter_Schulz_Leonhardt
tip: Was ist interessant an Barock und Rokoko?
Schulz Leonhardt: Vor einigen Jahren plante eine Berliner Galeristin eine Ausstellung zum Mozart-Jubiläum und bat mich, etwas dazu beizutragen. So bin ich ins 18. Jahrhundert eingestiegen und habe mich mit wachsender Begeisterung mit den wichtigen künstlerischen Ausdrucksformen dieser Zeit beschäftigt: Musik, Malerei, Architektur, Kunsthandwerk und Mode. Wahrhaft betörend an der Zeit des Rokoko ist vor allem die Pracht, die Opulenz und die Dekadenz. Inspirierend und aufregend war für mich der Versuch, diese überbordende Vielfalt neu zu deuten und zu interpretieren. Interessant ist auch, Parallelen zum gesellschaftlichen Heute und Hier zu erspüren.

tip: Dieser Rausch von Farben und Formen passt eher zu einem saftigen Ölbild, warum zeichnen und radieren Sie, wo man so präzise arbeiten muss?
Schulz Leonhardt: Ich bin Zeichner! Ich sehe und erkenne linear, mit der Linie. Die Linien in meinen Zeichnungen und Radierungen tragen meine Emotionen und die Lust an der Reduzierung und meiner Ordnung.

Fragen und Foto: Constanze Suhr

Barokoko Peter Schulz Leonhardt, Ute Rathmann: Zeichnungen, Galerie 30 LINKS, Solmsstraße 30, Kreuzberg, Mo+Di, Do+Fr 14–18 Uhr, bis 14.10.

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