Ausstellungen

Kunstkopf: Sae Bom Lee

Sae_Bom_Leetip: Woher nimmt eine Künstlerin, die im Wedding arbeitet, die Inspiration zu solchen Naturbildern?
Sae Bom Lee: Bilder von Reisen, Landschaften in Korea oder Spaziergängen sind meine Inspiration. Das Schöne an meinem Arbeitsraum im Wedding ist der Balkon mit Blick auf die Baumkronen und die Vögel darin … krah-krah-krah, zi-zi-serr, zi-zi-serr, srri, srri, srri, tschack-ack-ack-ack. Die sind gerade mit dem Nestbau beschäftigt. Das kann ich von hier oben gut beobachten.

tip: Was kommt in Deiner Kunst vom Studium in Korea?
Sae Bom Lee: Ich hatte lange mit Tusche gemalt. Viele Koreaner können sofort ins Bild einsteigen, es lesen, sich damit identifizieren. Wahrscheinlich liegt es am Pinselstrich, in dem auch Einzeldinge, Stein, Pflanze, Tier in Verbindung mit  Kraft, Stille, Licht, Schatten, Strenge und Frische ablesbar sind. In Deutschland ist mir meine Tradition viel stärker bewusst geworden. Und dass sie mir sehr nah ist. Hier habe ich die Tuschemalerei für mich weiterentwickelt, zum Beispiel male ich jetzt farbiger als in Korea.

Fragen: Constanze Suhr

Foto: Mike Scheermann

Spuren und Sichten Sae Bom Lee, Jeongmoon Choi, Jinran Kim, Yune-Ji Kim, Sooki im Kunstraum t27, Thomasstraße 27, Neukölln, bis 22.5., Mi-So 15-19 Uhr

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