Ausstellungen

Kunstkopf: Susanne Kriemann

Susanne-Kriemanntip: Mit dem Kunstpreis wird Ihre künstlerische Position und fast wissenschaftliche Arbeits­weise gewürdigt. Man bezeichnet Sie auch als Detektivin, Rechercheurin, Forscherin und Poetin. Wie beschreiben Sie Ihren Schwerpunkt als Fotografin?

Susanne Kriemann: Die Fotografie ist in beinahe all den Bereichen, die Sie aufgeführt haben, immanent. Ich verstehe sie eher konzeptionell. Das Technische an der Produktion der Bilder, die in meinen Arbeiten vorkommen, ist oft von anderen bereits ausgeführt oder wird durch die Recherche zu einem Prozess, der dem Auslösen des Ver­­schlusses einer Kamera konträr ist.

tip: Worin liegt für eine Künstlerin der Reiz des Historischen??

Susanne Kriemann: Die Historie kommt in meinen Arbeiten vor, ist aber nicht das Thema. Sie ist Inspiration – und auch eine Art Treffpunkt, um sich mit anderen auszutauschen. Mir geht es vor allem um die Darstellbarkeit von Prozessen der Gegenwart. Und Fotografien, Orte oder auch geschichtliche Ereignisse sind die Teile, aus denen sich die Arbeiten dann zusammensetzen.

Nachgefragt: Constanze Suhr

Foto: Susanne Kriemann

Susanne Kriemann Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, Kreuzberg, Mi–Mo 10–18 Uhr, bis 31.1.2011

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