Ausstellungen

Kunstkopf: Werner Brunner

Werner_Brunnertip: Woher kommt das Engagement zum Erhalt der Wandmalerei der Belle Йpoque?

Werner Brunner: Mein Buch ist kein Plädoyer, aber eine Erinnerung an die Vielfalt bildnerischer Leistungen im Rahmen der Idee vom Gesamtkunstwerk um 1900. Sie sind Teil unserer Stadtkultur und unseres europäischen Kulturerbes. Stadt ist mehr als nur ein unwirtlicher Funktionsapparat, sie ist eine Kulturaufgabe und sollte ein vielgestaltiger, multifunktionaler, sozial-inte-grativer Organismus bleiben. Nötig ist ein hoher Anspruch an die Architektur, in dem Stadtkultur und die Künste unverzichtbar sind – an jungen Talenten und Gestaltungstechniken für urbane, größere Aufgaben mangelt es sicher nicht.

tip: Sind Graffiti die modernen Wandbilder?

Brunner: Eindeutig ja. Mich begeistert neben der konventionellen Wandmalerei die Vielzahl bewundernswerter Schöpfungen. Ich wünschte mir eine positive Auftragslage von Architekten, Bauherren oder der öffentlichen Hand, die geeignet wäre, die Kunst wieder mit der Architektur und der Stadt zu versöhnen.

Fragen: csur

Werner Brunner: „Wandbilder der Belle Йpoque in europäischen Wohn- und Geschäftshäusern“ Deutscher Kunstverlag, 2011

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