Ausstellungen

Kunstnotiz: Kurz und Kritisch

Painting_Objects_Barbara_Trautmann_c_TorbenHoeke_GalerieThomasFischerWaldemar Zimbelmann
„Symbiose“ heißt die Ausstellung des jungen Malers Waldemar Zimbelmann. Auf meist großformatigen Leinwänden bringt er Figurenpaare zusammen. Komisch verzerrte, blasse Gestalten sind das, die da in spärlich möblierten Räumen stehen oder sitzen. Diese Figuren, deren Ursprung alte Familienfotos waren, sind gut in ihrer tristen Eigenartigkeit. Leider wirken die Bilder durch ihre trübe, matte Farbigkeit etwas stumpf. Schön sind die kleinen Zeichnungen.
Meyer Riegger Friedrichstraße 235, Kreuzberg, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 23.2.

„Traumwelten“
Bei Michael Fuchs gibt es sehr Unterschiedliches zu sehen, u.a. von den Malern Jonas Burgert, Gama und Andreas Golder. Die ersten beiden versinken in surreale Bildwelten, Golder dagegen ist trashig und rotzig. Dazu kommt Paul Hosking, der verspiegelte Rorschach-Porträts zeigt, außerdem ein Wandobjekt von Frank Stella und ein Bild von Jonathan Meese. Das schönste, zarteste Bild kommt von Leiko Ikemura, eine hingehauchte Traumlandschaft. Eine interessant gemischte Ausstellung.
Galerie Michael Fuchs Auguststraße 11-13, Mitte, Di–Fr 10–18 Uhr, Sa 11–18 Uhr, bis 17.3.

„Painting Objects“ (Foto)
Und noch eine Gruppenschau, allerdings ganz anderer Art, mit großteils schwarz-weißen, grafisch anmutenden Arbeiten. Manche haben einen objekthaften Charakter, etwa die lackierten, verzogenen Farbträger von Joachim Bandau. Sehr gelungen sind die Bilder von Marcel Frey. Sie entstehen, indem er schwarzen Lack durch grobmaschige Stoffe auf weißen Grund sprüht. Vieles aber wirkt bemüht.
Galerie Thomas Fischer Potsdamer Straße 77-87, Haus H, Tiergarten, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 2.3.

Texte: mkw

Foto: Torben Hoeke / Galerie Thomas Fischer

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