Ausstellungen

Kurz und Kritisch

ochenLittkemann_LucTuymansUndGalerieCzarnowskaBerlinLuc Tuymans/Paul Thek
Das Galerienhaus in der Rudi-Dutschke-Straße: im ersten Stock vorn die von Luc Tuymans kuratierte Ausstellung „Why?!“. Wirksam bespielt er die lichten Räume mit eigenen Gemälden, Aquarellen, sogar einer kleinen Skulptur, und dazu mit Objekten, Aquarellen und einem Acrylbild von Paul Thek. Klar die Distanz zwischen beiden Positionen. Thek, geboren 1933, der aus verschiedensten Materialien seine Objekte zusammensetzt, ist sehr variabel und offen. Tuymans, geboren 1958, kontrolliert und exakt in Malerei und Themenwahl. Zwei Generationen, die sich etwas zu sagen haben.
Galerie Isabella Czarnowska Rudi-Dutschke-Straße 26, Kreuzberg, bis 28.7.  

Andy Warhol/Hans Arp
Eine feine Geschichte im Hinterhaus: frühe Zeichnungen aus den 1950er- Jahren von Andy Warhol, nur Kontur, ganz sparsam und sicher gesetzt, damals schon ein großer Zeichner. In Dialog treten sie mit späten Werken von Hans Arp, die etwa zur gleichen Zeit enstanden. Das sind meist kleine, amorphe Plastiken. Eine sieht aus wie eine silberne Sprechblase, eine andere wie etwas Geschmolzenes, vieles irgendwie comicartig. Beides geht sehr gut zusammen. Kuschelatmosphäre und gute Kunst auf einen Schlag.
Galerie Crone, bis 16.6.

Michael Williams  
Zuletzt im Erdgeschoss der amerikanische Maler Michael Williams (Jahrgang 1978). Worum geht es hier, was soll dieses Gepinsel? Das ist auf öde, trashige, überfüllte Art leeres Zeug. Hier sieht man nur, wie heute allzu oft gemalt wird. Bisschen großformatig, bisschen neon, bisschen dreckig, und sehr platt. Passt übers bisschen zu große Sofa. Mehr ist da nicht.
Veneklasen / Werner, bis 30.6.

Texte: mkw

Foto: Jochen Littkemann, LucTuymans und Galerie Czarnowska Berlin

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