Ausstellungen

Kurz und Kritisch

GalerieDeschler.Marc Desgrandchamps
Französische Künstler haben es schwer, hierzulande Beachtung zu finden. Einer, der es jetzt geschafft hat, ist Marc Desgrandchamps. Mit seiner ersten Berliner Einzelschau gibt der 52-jährige Maler gleichzeitig sein Deutschland-Debüt. Er präsentiert lichtdurchflutete Allerweltsbilder: Figuren am Strand, Damen in Flip-Flops, separat marschierende Beine zieren die Leinwände. Ein paar Rösser bringen auch nicht wirklich Spannung in die routiniert anmutenden Traum-Welten in Himmelblau.?
Eigen + Art Lab Auguststraße 11-13, Mitte, bis 27.10.

Ghislain Dussart
Mehr Schein als Substanz auch hier. Brigitte Bardot, gefesselt von Ghislain Dussart. Lang ist’s her, dass der 1924 geborene und 1996 verstorbene Franzose seine Muse ablichtete. Die Fotos aus dem erotischen 60er-Jahre-Gruselkabinett zeigen daneben diverse männliche Lendenschurzträger am Kreuz. Drumherum garnierte Weibchen räkeln sich lasziv und lächeln dümmlich. Ergänzend sind Gemälde des ebenfalls 1924 geborenen Amerikaners Philip Pearlstein, der malt wie Lucian Freud, zu sehen.?
Galerie Michael Fuchs Auguststraße 11-13, bis 28.10.

In the Woods

Abwechslung bringt diese Schau zum Thema Waldeslust. Eingangs locken mächtige Baumriesen von Rainer Fetting aus dem Jahr 1987, unweit davon die aktuellen, pinkfarbenen Blütenorgien von Salomй. Zwölf Künstler bieten Vielfalt von der Axt im Walde über gehäkelte Hirsche bis zu Neuschwanstein, gepixelt durch die Malmaschine Holger Bärs. Das wirkt technisch ausgefeilt, motivisch hingegen abgegriffen. Doch man begegnet immerhin dem Fuchs auf Entenjagd.?
Galerie Deschler Auguststraße 61, bis 13.10.

Texte: Andrea Hildenstock

Foto: Galerie Deschler

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